Viel trinken im Sommer Wie gefährlich ist Wasser aus Plastikflaschen?

Bei Hitze viel trinken, wissen wir. Wenn Wasser in Plastikflaschen länger steht, bekommt es oft einen komischen Beigeschmack. Wir erklären, was da passiert und ob es noch genießbar ist.

Ein Junge trinkt am 19.06.2013 aus einer Wasserflasche in Frankfurt (Oder) (Brandenburg) (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Warmes Wasser aus der Plastikflasche nimmt oft einen Beigeschmack an. picture-alliance / dpa -

Fragen an Elke Klingenschmitt, SWR Umweltredaktion

Woher kommt der Beigeschmack bei Wasser in Plastikflaschen?

Wenn das Wasser in der Plastikflasche schlecht schmeckt, kann das verschiedene Ursachen haben. Entweder liegt es am Wasser selbst oder an Problemen bei der Abfüllung oder das Wasser schmeckt muffig, weil es zu lange in der Flasche gestanden hat. Wasser kann auch mit dem Kunststoff der Flasche reagieren und Acetaldehyd bilden - das schmeckt dann auch komisch.

Ist es denn gefährlich, aus Plastikflaschen Wasser zu trinken?

Plastikflaschen bestehen für gewöhnlich aus PET, also Poly-ethylen-terephthalat. Das löst sich zwar auch aus dem Plastik, aber in einer ganz geringen Menge. Fachleute halten diese geringen Konzentrationen nicht für gesundheitsgefährdend. Sonst dürfte das Produkt als Lebensmittelverpackung auch überhaupt nicht auf den Markt.

Welche Alternativen gibt es zu der praktischen und leichten Plastikflasche?

Das Problem ist nicht die Plastikflasche selbst, sondern, dass wir jede Flasche meistens nur einmal benutzen und sie dann wegwerfen. Es spricht nichts dagegen, die leere Flasche auszuspülen, umgedreht trocknen zu lassen und für den nächsten heißen Sommertag nochmal als Trinkflasche zu benutzen. Man kann sie ja an jedem Wasserhahn wieder auffüllen.

Frisch gezapftes Leitungswasser ist mir persönlich auch lieber als Wasser, das schon ewig in einer Plastikflasche abgefüllt herumgestanden hat. Wer ganz sicher gehen will, dass wirklich keine gelösten Stoffe aus PET im Wasser sind, füllt sich sein Wasser in eine Glasflasche oder in eine Alu-Trinkflasche ab.

Online: Heidi Keller, Lutz Heyser

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