Transparenzverordnung Mehr Durchblick bei Telefonverträgen

Seit 1. Dezember 2017 gilt die so genannte Transparenzverordnung. Telefonanbieter müssen künftig genau sagen, bis wann der Vertrag spätestens noch gekündigt werden kann.

Handynutzer bekommen mehr Übersicht (Foto: © dpa picture alliance -)
Handynutzer bekommen mehr Übersicht © dpa picture alliance -

Bereits im Juni dieses Jahres ist eine neue Transparenzverordnung in Kraft getreten. Sie schreibt Telefonvertragsanbietern vor, bereits vor Vertragsabschluss besser zu informieren. Etwa über ein so genanntes Produktinformationsblatt, auf dem alle relevanten Vertragsdetails übersichtlich und verständlich aufgelistet sein sollen. Doch die Transparenzverordnung bezieht sich nicht nur auf neue Verträge, sie  regelt auch bereits bestehende Vertragsverhältnisse - nach Ablauf einer Übergangsfrist.

Kündigungsfrist muss deutlich mitgeteilt werden

Letztmögliche Kündigungstermine müssen deutlich in der Telefonrechnung ablesbar sein. (Foto: © dpa picture alliance -)
Letztmögliche Kündigungstermine müssen deutlich in der Telefonrechnung ablesbar sein. © dpa picture alliance -

Die neue Transparenzverordnung sieht in ihrem Paragrafen 5 vor, dass Telefonvertragsanbieter ab sofort auf jeder Monatsrechnung nicht nur den Beginn und das Ende der Mindestlaufzeit angeben müssen, sondern auch den Tag, bis zu dem der Vertrag spätestens noch kündbar ist.

Es muss monatlich schriftlich darauf hingewiesen werden, bis wann der Vertrag noch spätestens gewechselt werden darf, ohne dass der Altvertrag sich automatisch verlängert. Kündigen muss man allerdings immer noch selbst.

Altkunden bekommen oft schlechtere Vertragskonditionen

Ein Vergleich von Datenvolumen und Preis der einzelnen Netzanbieter lohnt sich. (Foto: © dpa picture alliance -)
Ein Vergleich von Datenvolumen und Preis der einzelnen Netzanbieter lohnt sich. © dpa picture alliance -

Manchmal reicht das fristgerechte Abgeben einer Kündigung schon aus, dass der bisherige Anbieter viel bessere und dazu noch günstigere Konditionen anbietet. Verbraucherschützer kritisieren, dass Bestandskunden oft schlechter behandelt werden als Neukunden.

Daher macht ein regelmäßiger Anbieterwechsel oder schon das bloße Androhen durchaus Sinn. Daran erinnert jetzt schriftlich die monatliche Telefon-Rechnung. Künftig muss außerdem das verbrauchte Datenvolumen schriftlich mitgeteilt werden. Das soll ebenfalls den Vergleich mit anderen Angeboten erleichtern.

Von Lutz Heyser, SWR Wirtschaft und Soziales | Online: Jochen Braitinger

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