Tipps für Diät-Muffel Mit "Fasten light" bewusster essen

Die Fastenzeit dauert sechs Wochen. So lange komplett auf Zucker zu verzichten, fällt vielen schwer. Für die bietet sich "Fasten light" an.

Beim "Fasten light" - also der nicht ganz so strengen Version - geht es nicht um kompletten Verzicht. Stattdessen soll bewusst weniger Zucker und Fett gegessen werden. Das lässt sich dann auch besser über einen längeren Zeitraum durchhalten, als die Radikalkur. SWR-Ernährungsberaterin Sabine Schütze hat Tipps zusammengestellt.

Zuckerbombe Nummer eins: Limos

Sie sind gleißend süß und machen kein bisschen satt. Am besten lassen Sie Limonaden komplett weg. Wenn Sie das nicht schaffen, steigen Sie wenigstens auf Apfelschorle um. Die können Sie jede Woche etwas mehr verdünnen.

Unser Süßempfinden stellt sich schon innerhalb von sechs Wochen um, so dass viel weniger Zucker nötig ist, um etwas als süß zu empfinden.

Zuckersnacks ersetzen

Das heißt nicht, dass Sie anstelle des Stücks Torte in einen Apfel beißen sollen. Das klappt sowieso nicht. Aber Sie können die fertigen Fruchtjoghurts im Regal stehen lassen, stattdessen Naturjoghurt kaufen und Tiefkühlbeeren unterrühren.

Sogenannte Frühstückscerealien oder Müsliriegel sind ebenfalls Zuckerbomben. Auch hier greifen Sie besser zum ungesüßten Basismüsli und mischen selbst hinein, was Sie mögen. Dann bestimmen Sie den Zuckeranteil selbst. Das gilt übrigens auch für Schokopuddings, Rote Grütze und andere Cremes. In Fertigprodukten steckt oft mehr Zucker als man selbst beimischen würde.

Fertiggerichte meiden

In Fertig-Pizza, -Lasagne und Currywurst sind ebenfalls reichlich Zucker und Fett enthalten, damit sie nach was schmecken. Auch hier empfiehlt es sich, den Kochlöffel selbst zu schwingen. Selbstgekochtes spart oft etliche Kalorien, zumal diese Gerichte häufig von sich aus fettärmer sind, wie beispielsweise Kartoffeln mit Quark oder Hähnchencurry mit Reis.

Salami und Käse nur selten

Fleischwurst und fettreicher Schnittkäse sind kein idealer Brotbelag in der Fastenzeit. Eine Scheibe Schinken oder eine dünne Scheibe kalter Braten sparen Fett. Und beim Käsebrot sind Frischkäse, Sauermilchkäse oder Kräuterquark die bessere Alternative. Denn Schnittkäse besteht zu fast einem Drittel aus Fett.

Zusätzlich können Sie noch festlegen, dass Sie etwa nur jeden zweiten Tag ein Stück Torte genießen statt täglich. Und anstelle der Tafel Vollmilchschokolade gibt es eben nur zwei Stückchen oder eine Rippe dunkle Schoki.

Online: Sola Hülsewig

STAND