Passt nicht? Gefällt nicht? Was Sie zum Geschenkeumtausch wissen sollten

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Der geschenkte Pulli ist zu groß, die neue Vase trifft den eigenen Geschmack nicht – da hilft nur umtauschen! Dabei gelten jedoch klare Regeln.

Eine junge Frau tauscht nach den Weihnachtsfeiertagen in einem Geschäft ein Paar Turnschuhe um. (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk -)
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Vorneweg: Es gibt kein Recht auf Umtausch im stationären Einzelhandel. Gekauft ist gekauft. Wenn der Händler die Ware zurücknimmt, dann tut er das aus reiner Kulanz.

Nicht immer gibt es Geld zurück

Das machen zwar viele, aber die Regeln legt der Händler selbst fest: Er kann bestimmte Waren vom Umtausch ausschließen, zum Beispiel reduzierte Angebote oder individuell angefertigte Artikel. Manche Waren nimmt er auch nur in unbeschädigter oder versiegelter Originalverpackung zurück. Meistens werden einem 14 Tage Umtauschfrist gewährt.

Bei Geschenken, die lange vor Weihnachten gekauft wurden, ist das logischerweise schwierig. In dem Fall lohnt es sich, nachzufragen, denn viele Händler machen da eine Ausnahme. Zumindest, sofern wir den entsprechenden Kassenbon dabei haben. Wenn dieser verloren gegangen ist, hilft vielleicht noch der Kontoauszug als Beweis, wenn man mit Karte gezahlt hat. Aber nicht immer gibt es Geld zurück. Statt den Kaufpreis in bar zu erstatten, stellen viele Händler Gutscheine aus. Auch den müssen wir als Gegenwert akzeptieren.

Für Online-Bestellungen gilt ein Widerrufsrecht

Anders sieht die Sache bei defekter Ware aus. Wenn die geschenkte Heizdecke nicht wärmt oder die Drohne nicht abheben will, dann ist der Händler verpflichtet, sie entweder zu reparieren oder zu ersetzen. In einem solchen Reklamationsfall braucht man die Originalverpackung nicht mehr bzw. kann der Artikel auch benutzt sein. Das geht ja oft auch nicht anders. Aber auch dann brauchen wir auf jeden Fall den Kassenzettel.

Sonderregeln gibt es hingegen im Versandhandel. Hier gilt ein gesetzliches Widerrufsrecht. Bei Katalogbestellungen und in Online-Shops hat der Käufer zwei Wochen lang das Recht, die Ware zurückzuschicken und sein Geld zurückzuverlangen.

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