Neuer Elektro-Porsche wird getestet E-Porsche Taycan soll Tesla Konkurrenz machen

Mit über 600 PS und mehr als 500 Kilometern Reichweite soll der neue Porsche Taycan das erfolgreiche Tesla Model S schlagen. Die Tests für den Tesla-Jäger sind in der heißen Phase.

Der Wettbewerb um die Zukunft des Autos ist in vollem Gange. Da will man bei Porsche im Vorfeld nicht zu viel verraten über den neuen Elektro-Porsche, gerade was die Innenausstattung des neuen Taycan angeht. "Wir möchten (...) noch nicht so viel über das Styling des Fahrzeugs - speziell im Inneren - preisgeben, um den entsprechenden Wettbewerbern nicht zu früh zu zeigen, was wir für neue Ideen haben", betont Robert Meier, Chefingenieur des Projekts bei Porsche.

Vieles am neuen E-Porsche ist noch "top secret"

Der Hitzetest ist für E-Autos besonders wichtig, denn zu heiße Akkus gehen früher kaputt und verlieren an Kapazität. Ebenfalls ein wichtiger Punkt bei den letzten Testreihen. Denn mögliche Fehler wollen die Ingenieure vor den Kunden finden, bevor der Elektro-Porsche Ende nächsten Jahres auf den Markt kommt.

Neue Mannschaft baut neues Elektro-Auto

Detail-Seitenansicht eines Porsche Taycan vor einer Schnellladesäule (Foto: SWR, SWR -)
Für eine 80-prozentige Ladung müsste der Sportwagen eine Viertelstunde ans Stromnetz angeschlossen werden - einen 800-Volt-Anschluss vorausgesetzt. SWR -

Doch es kommt nicht nur auf die Entwicklung des Autos an, sondern auch auf den Aufbau der Produktion, in der es bei Tesla immer wieder technische Probleme gab. Derzeit baut Porsche ein neues Werk in Stuttgart-Zuffenhausen für rund 1.500 neue Mitarbeiter.

Dazu hat der Sportwagenbauer eigens ein Qualifizierungsprogramm für die neuen Mitarbeiter aufgesetzt. Dies soll sicherstellen, dass die Kompetenz und Erfahrung der alten Sportwagen-Schmiede auch bei der neuen Taycan-Mannschaft vorhanden ist. Denn sie muss künftig in der Lage sein, die Autos schnell und flexibel zu produzieren.

Produktionsbedingungen entscheidend für den Erfolg

Punkten werden im Wettbewerb um das beste E-Fahrzeug vor allem die Hersteller, die ihre Stückzahl der Kundennachfrage am besten anpassen können, so schätzt das etwa Oliver Greiner, Innovationsberater von Horváth & Partners in Stuttgart, ein. "Die Geschwindigkeit wird deutlich höher, und ich bin sehr gespannt, wie dieses Kopf-an-Kopf-Rennen dann in vier, fünf Jahren zu bewerten ist." Doch der Experte ist zuversichtlich, dass dann auch die deutschen Autohersteller ziemlich weit vorne mit dabei sein werden.

Eigenes Schnelllade-Tanknetz für die Elektro-Flitzer

Dazu haben die etablierten Automarken auch mit dem Aufbau eines eigenen Schnelllade-Netzes begonnen. Noch gibt es wenige dieser Säulen, doch die haben es in sich: Mit 800 Volt soll etwa der Porsche Taycan dort künftig doppelt so schnell laden können wie etwa der Hauptkonkurrent Tesla bislang.

Stefan Tiyavorabun, SWR Wirtschaft | Online: Lutz Heyser

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