Kostüme, Süßigkeiten, Kürbisse Das Geschäft mit Halloween

Halloween zu feiern hat sich in Deutschland fest etabliert. Das freut nicht nur Kinder und gruselfreudige Erwachsene, sondern auch die Wirtschaft. Viele Branchen machen jetzt gute Geschäfte.

Als Clown und Untote verkleidete Menschen (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Diese Kostüme haben wahrscheinlich mehr als 30 Euro gekostet - so viel geben die meisten für ihr Gruselpaket aus. picture-alliance / dpa -

Jeder zehnte Deutsche kauft mittlerweile gezielt Halloween-Artikel, das zeigt eine aktuelle Umfrage des deutschen Handelsverbandes. Die meisten geben für das Gruselspektakel im Schnitt um die 30 Euro aus.

Investiert wird zum Beispiel in Spielwaren oder Kostüme. Viele Einzelhändler kalkulieren deshalb rund um Halloween mit zusätzlichen Einnahmen.

15 Millionen Euro Umsatz mit Halloween-Naschwerk

Auch die Süßwarenbranche kann sich aktuell über eine gestiegene Nachfrage freuen. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz mit speziell für Halloween gestalteten Süßigkeiten bei fast 15 Millionen Euro.

Auch in diesem Jahr dürften wir diese Zahlen erreichen, heißt es vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Denn egal ob Kürbisse in Fruchtgummiform oder Schokoladen-Gespenster, die Süßwarenbranche lässt sich da viel einfallen.

Baby in Kürbiskostüm sitzt zwischen Kürbissen (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
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Kürbis-Anbauflächen gewachsen

Vom Halloween-Boom dürften aber auch die Landwirte profitieren. Kürbisbauern haben ihre Anbauflächen in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Von 2012 bis 2016 hat sich die Fläche um etwa ein Drittel vergrößert. Im vergangenen Jahr lag die Ernte bei knapp 90.000 Tonnen und damit doppelt so hoch wie noch vor zehn Jahren.

Mit dem Mega-Geschäft in den USA kann Halloween in Deutschland aber nicht mithalten. Schätzungen zufolge werden bei uns rund um das Gruselfest bis zu 250 Millionen Euro umgesetzt. In den USA sollen es umgerechnet fast acht Milliarden Euro sein.

Von Tobias Frey, SWR Wirtschaftsredaktion | Online: Sola Hülsewig

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