Kälte setzt Diesel-Autos zu Das hilft gegen Versulzen beim Diesel

Draußen ist es richtig kalt, also schnell rein ins Auto und losfahren - doch die Karre streikt. Das kommt bei Diesel-Autos im Winter immer wieder vor. Tipps, um vorzubeugen.

Knackige Minustemperaturen können Diesel-Autos nicht sonderlich gut ab. Der Grund ist die Zusammensetzung des Sprits: Schon ab -7 Grad flocken Paraffinpartikel aus. Man sagt: "Der Diesel versulzt". Je mehr Partikel das sind, desto leichter verstopft der Kraftstofffilter. Der Sprit kommt nicht mehr durch und das Auto springt nicht mehr an. Moderne Autos haben deshalb eine Filterheizung.

Winterdiesel tanken

Sobald der Winter vor der Tür steht, sollte man zur Tankstelle und volltanken. Denn ab Oktober gibt es dort eine besondere Kraftstoffmischung, die besser mit Kälte klar kommt. Ab 15. November wird dann nur noch sogenannter Winterdiesel verkauft. Der sollte bis -20 Grad frostsicher sein.

Mit dem Diesel in Skiurlaub

Ein Finger schreibt in den Schnee auf einer Autoscheibe das Wort "Winter". (Foto: © Colourbox.de -)
So lange es so kalt ist, braucht ein Diesel besondere Behandlung. © Colourbox.de -

Der Winterdiesel in Österreich und der Schweiz hat in der Regel sogar noch eine andere Mischung und funktioniert bis mindestens -25 Grad. Wer also in den Skiurlaub unterwegs ist, sollte am besten vor Ort volltanken, bevor er das Auto abstellt. Dann ist weniger kalte Luft im Tank und der Sprit flockt weniger aus.

Am besten das Auto dort abstellen, wo es etwas geschützt ist vor Kälte und Wind.

Alter Tipp ist überholt: Kein Benzin in den Dieseltank schütten!

Vorsicht vor überholten Ratschlägen, und auf keinen Fall Benzin in den Tank schütten, so wie man das früher gemacht hat. Das kann einem modernen Dieselmotor den Rest geben.

Was wirklich hilft

Sobald es nachts zweistellige Minusgrade hat, können Dieselautos streiken. Dann springt der Motor eines Morgens nicht mehr an oder geht gleich wieder aus. Aber, keine Panik - das Problem ist im Prinzip leicht behoben, auch wenn es eine Weile dauern kann.

Das Auto braucht Wärme - nicht mehr und nicht weniger. Das kann eine Garage oder ein Parkhaus sein, das im Idealfall sogar beheizt ist. Oft reicht auch ein sonniges Plätzchen, an dem sich das Auto ein paar Stunden aufwärmen kann. Denn sobald der Sprit wieder Richtung 0 Grad warm wird, lösen sich die Paraffinpartikel auf, der Filter wird wieder frei, und das Auto läuft wie gewohnt.

Kraftstofffilter checken

Wenn das Diesel-Fahrzeug häufiger streikt, könnte ein neuer Kraftstofffilter helfen. Wer aber die Wartungsempfehlungen des Herstellers einhält, sollte problemlos durch den Winter kommen.

Von Eva Laun, SWR Wirtschaft und Soziales | Online: Heidi Keller

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