Hundewelpe stirbt im Flugzeug Das sollte man bei Flügen mit Hunden wissen

Tödlicher Flug von Texas nach New York: Ein Flugbegleiter von United Airlines bestand darauf, Transportbox und Hundewelpen im Gepäckfach zu verstauen. Bei der Landung war das Tier erstickt.

Fragen an Sabine Gronau, SWR Umwelt und Ernährung

Einen Hund ins Gepäckfach stecken - durften die Flugbegleiter das?

Nein, durften sie nicht - das hat auch die Fluggesellschaft gleich eingeräumt. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, heißt es. Jedoch kein Einzelfall: Über 5.000 Hunde pro Jahr sterben auf Flügen, werden verletzt oder gehen verloren. Das hat die amerikanische Airline Transportation Association ermittelt.

Das Internet ist voll von Schreckensberichten. Die handeln allerdings meist von den größeren Hunden, die in Transportboxen im Frachtraum mitfliegen müssen. Das ist vor allem auf Langstrecken Horror pur - der Hund steckt stundenlang allein in der Box, dazu die Kälte, der Kerosin-Geruch, Krach, Turbulenzen - und dann noch das Verladen. Für die Tiere eine einzige Tortur. Wie die Fluglinien mit Tieren umzugehen haben, ist nicht gesetzlich geregelt - jede Airline macht das anders.

Gibt es Unterschiede für den Transport, je nach Hunderasse?

Drei Hunde sitzen in einem Eingang der Hundepension am Flughafen KarlsruheBaden-Baden (Foto: SWR, SWR -)
Ferienpension für Hunde - möglicherweise eine Alternative. SWR -

Kleine Hunde haben es in der Kabine deutlich besser: Herrchen oder Frauchen dürfen sie wie Handgepäck mit zu ihrem Platz nehmen, in Box oder Tragetasche auf dem Schoß behalten oder im Fußraum vor sich abstellen. Da kann man sich um das gestresste Tier kümmern und es beruhigen.

Nun ist jeder Flug für jeden Hund sehr anstrengend. Aber manche Rassen - sagen Tierärzte - sollten besser gar nicht fliegen. Bei dem verstorbenen Hundewelpen handelt es sich um eine französische Bulldogge. Sie gehört wie Mops, ShiTzu, Boxer oder Pekinese zu den Rassen mit kurzem Kopf und stumpfer Nase. Sie geraten bei Stress schnell in Atemnot. Da braucht man nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass der arme Welpe allein im dunklen, kalten Gepäckfach schrecklich gelitten haben muss.

Wer seinem Hund im Urlaub etwas Gutes tun will, macht Spaziergänge oder Radtouren - aber keine Flugreisen.

Online: Heidi Keller

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