Heizöl-Preise steigen Die besten Spartipps rund ums Heizen mit Öl

Zuletzt ist der Heizöl-Preis um rund 20 Prozent gesunken, nun steigt er wieder - also jetzt Öl kaufen oder nicht? Nicht nur beim Füllen des Heizöltanks lassen sich leicht viele Euros sparen.

Ein Sparschwein und Geldscheine auf einem Heizkörper. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Sparen kann man auch mit Ölheizung. Thinkstock -

Beim Thema Heizöl verwandeln sich manche Hausbesitzer in Zocker: Denn bei der Frage, wann man seinen Heizöl-Tank für den Winter am besten füllt, geht es um viel Geld.

Fragen an Lutz Heyser, SWR Aktuelle Wirtschaft

In den vergangenen Monaten ist der Heizöl-Preis um rund 20 Prozent gesunken, aber gerade steigt er wieder. Heißt das, jetzt noch schnell kaufen - oder noch zuwarten?

Ein Heizöl-Tankwagenfahrer (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Bei Heizöl gibt es auch regional oft große Preisunterschiede. picture-alliance / dpa -

Ein Glaskugel habe auch ich nicht. Wenn man auf den Preisverlauf beim Heizöl schaut, sind die Preise seit November 2018 tatsächlich immer weiter gefallen. Aber seit Anfang des Jahres steigt diese Kurve wieder an. Das bestätigen auch Experten und Heizöl-Händler.

Deren einhellige Empfehlung lautet, tatsächlich jetzt kaufen und die immer noch verhältnismäßig guten Preise nutzen - derzeit beispielsweise 67,22 Euro für 100 Liter Heizöl. Auch wenn das nicht mehr ganz so günstig ist wie noch Ende Dezember, als man für die gleiche Menge um die 65 Euro gezahlt hat.

Das ist aber nur eine Empfehlung - also keine Garantie - weil der Heizöl-Preis eben immer von vielen Faktoren abhängig ist und grundsätzlich ständig schwankt.

Es gibt weitere Wege, um zu sparen beim Öl. Was können Verbraucher noch tun?

  • Die einfachste Möglichkeit - die tatsächlich auch am meisten bringt - ist, weniger zu heizen. Schon eine kleine Drehung am Heizungsthermostat macht da viel aus, sagen Experten. Das spart pro Jahr leicht ein paar hundert Euro.
  • Außerdem sollte man unnötiges Energieverschwenden vermeiden: Also jetzt im Winter keine Fenster dauergekippt offen stehen lassen - das führt nur zu unnötigem Auskühlen der Räume und kann sogar Schimmel begünstigen. Stattdessen lieber drei bis vier Mal pro Tag komplett durchlüften, also stoßlüften mit zwei oder mehr geöffneten Fenstern. Und vorher selbstverständlich die Heizung runterdrehen. Das spart.
  • Oder sich beim Heizöl-Kauf mit Nachbarn zusammentun, und gemeinsam den Lieferanten bestellen. Das senkt die Lieferkosten - und bietet oft auch noch mehr Spielraum bei den Preisverhandlungen.
  • Außerdem die Preise von mehreren Lieferanten miteinander vergleichen. Auch das bietet Sparpotential und funktioniert - über das Internet - mittlerweile ganz einfach. Denn je nachdem wo man einkauft, kann man bis zu zehn Cent pro Liter sparen. Das geht am einfachsten über Preis-Portale im Internet. Wichtig ist, auf mehreren Portalen zu schauen und zu vergleichen, teilweise machen die Händler unterschiedliche Angebote.

Online: Heidi Keller

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