Gute Laune und viele Kalorien Die 6 wichtigsten Fakten zum Glühwein

Auf die Frage, was bei einem Weihnachtsmarktbesuch auf keinen Fall fehlen darf, sagen zwei von drei Deutschen: Glühwein! Aber was steckt drin im Heißgetränk - und was besser nicht?

Glühwein macht schneller gute Laune - weil er schneller ins Blut geht (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Glühwein macht schneller gute Stimmung - weil er schneller ins Blut geht picture-alliance / dpa -

Überall im Land eröffnen in dieser Woche die Weihnachtsmärkte. Das heißt: Der Glühwein fließt wieder in Strömen. Was aber ist das eigentlich genau für ein Getränk? Wie bei fast allem, was in Europa verkauft wird, gibt es auch beim Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt genaue Vorschriften.

Fragen an Dominik Bartoschek, SWR Umwelt und Ernährung

Was ist überhaupt Glühwein genau?

Damit sich ein Glühwein zu Recht Glühwein nennen darf, muss er laut Gesetz aus Rot- oder Weißwein bestehen. Strecken mit Wasser ist verboten, würzen und aromatisieren dagegen erlaubt. Und Zucker darf selbstverständlich auch mit rein - was direkt zur nächsten Frage führt...

Wie viele Kalorien hat ein Becher Glühwein?

Das hängt selbstverständlich davon ab, wie stark er gesüßt wurde und wie viel Alkohol in ihm steckt. Als ungefähre Richtgröße gilt: Ein Becher mit 200 Millilitern Glühwein hat rund 200 Kalorien. Das heißt allerdings: Nach dem dritten Becher davon hat man mehr Kalorien intus als nach dem Verzehr einer 100-Gramm-Tafel Vollmilchschokolade. Und ganz nüchtern ist man auch nicht mehr.

Wie viel Alkohol steckt in Glühwein?

Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Glühwein muss mindestens sieben und darf höchstens 14,5 Volumenprozent Alkohol enthalten - ein großer Ermessensspielraum. Wie viele Gläser es also braucht, um betrunken zu werden, hängt nicht nur von der Konstitution des Trinkers ab, sondern ganz klar vom verwendeten Grundwein. Und von der richtigen Temperatur des Glühweins…

Wie heiß sollte Glühwein sein?

Auf keinen Fall sollte der Glühwein kochen! Denn wird das Getränk heißer als 80 Grad, verflüchtigt sich der Alkohol und mit ihm ein Teil des Geschmacks. Außerdem entstehen dadurch Zuckerabbauprodukte, die nicht gesund sind. Deswegen sollte man auch beim Glühweinkauf auf Qualität achten.

Woran erkennt man guten Glühwein?

Weihnachtsmarkt mit Glühweinverkauf (Foto: © dpa picture alliance -)
Auf Weihnachtsmärkten variiert die Qualität des Glühweins - meistens besser: Winzer-Glühwein © dpa picture alliance -

Wichtig: Der Glühwein sollte eine tiefrote Farbe haben. Ist er mehr braun als rot, ist der Zucker bereits karamellisiert - ein Zeichen dafür, dass der Wein schon zu lange vor sich hin geköchelt hat. Wer Wert auf Qualität legt, kann auch zu Winzer-Glühwein greifen. Der darf sich nur so nennen, wenn er tatsächlich vom Erzeuger, also dem Winzer selbst hergestellt wurde.

Hat zudem den Vorteil, dass man sich direkt am Stand auch danach erkundigen kann, welcher Wein verwendet wurde und welche Zutaten sonst noch drin stecken. Aber egal wie die Qualität ist: Auf keinen Fall zu schnell trinken!

Steigt Glühwein schneller zu Kopf als normaler Wein?

Ganz eindeutig: ja! Das liegt vor allem an der Temperatur des Getränks. Sie sorgt dafür, dass der Alkohol schneller und leichter in den Blutkreislauf gelangt. Ist dann auch noch der Grundwein von eher schlechter Qualität, droht viel schneller ein Kater als von der gleichen Menge normalen Weins.

Auch eine gute Strategie: Glühwein selbst zubereiten - hier unser Rezept.

Online: Heidi Keller, Jochen Braitinger

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