Google wird 20 So entkommen Sie der Datenkrake

Google weiß fast alles über uns - was wir machen, wo wir uns aufhalten, und was wir mögen. Mit diesen Tipps helfen wir Ihnen dabei, möglichst wenige Daten an das Google-Imperium zu senden.

Direkt vorneweg: Ohne Google geht es heutzutage fast nicht mehr. Die Suchmaschine ist extrem beliebt und gerade bei Android-Smartphones führt fast kein Weg daran vorbei, Google zu nutzen.

Wir können es dem US-amerikanischen Konzern aber trotzdem so schwer wie möglich machen, an unsere Daten zu kommen. Denn damit verdient Google Geld, da uns das Unternehmen dann personalisierte Werbung anzeigen kann.

Wer erfahren möchte, was Google über ihn weiß, kann sich alle Informationen auf der Myactivity-Seite von Google anschauen.

Einstellungen überprüfen und Datenübermittlung deaktivieren

Empfehlenswert ist es zum Beispiel, die Daten-Einstellungen im Smartphone und im Google-Account zu überprüfen. Denn häufig werden alle Daten standardmäßig an Google übermittelt.

So sollte unter anderem der Standortzugriff deaktiviert sein, damit Google nicht mehr weiß, wo der Nutzer ist, und wie sein Tagesablauf aussieht. Der Standortzugriff ist nur bei der Nutzung von Google Maps wichtig, um zum Beispiel zu erfahren, wo das nächste Restaurant ist oder wie die Route von A nach B ist.

In den Einstellungen kann außerdem eingestellt werden, dass Suchanfragen nicht mehr gespeichert werden sollen. Auch die Speicherung des YouTube-Suchverlaufs kann hier deaktiviert werden. Ein weiterer Einstellungspunkt lautet "Sprach- und Audioaktivitäten", auch hier sollte der Speicherung der Daten nicht zugestimmt werden.

Es gibt sie noch: Alternativen zu Google

Auch wenn der Milliardenkonzern aus Kalifornien weltweiter Marktführer bei den Suchmaschinen ist, gibt es auch noch andere Anbieter. Microsoft und Yahoo bieten ebenfalls Suchmaschinen an. So setzt Microsoft auf Bing - die Suchmaschine ist beim Betriebssystem Windows 10 voreingestellt.

Nützlich können auch DuckDuckGo und Startpage sein. Beide Suchmaschinen werben damit, keine persönlichen Informationen der Nutzer zu sammeln. Die Suchanfragen sollten also anonym ablaufen.

Auch zur Video-Plattform YouTube und zum Navigationsdienst Google Maps gibt es Alternativen: Wer Videos sehen möchte, kann zum Beispiel Vimeo nutzen. Routenplanungen gibt es auch bei OpenStreetMap oder Waze.

Von Tobias Frey, SWR Aktuelle Wirtschaft

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