Gefahr durch Starkstrom? Bund investiert in Strahlungs-Forschung

Das Bundesamt für Strahlenschutz startet ein Forschungsprogramm für den Strahlenschutz beim Stromnetzausbau. Die Forschung betrifft auch die Stromtrasse "SuedLink".

Bisher ist kein Zusammenhang zwischen Strommasten und Gesundheitsbeschwerden nachgewiesen. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Bisher ist kein Zusammenhang zwischen Strommasten und Gesundheitsbeschwerden nachgewiesen. picture-alliance / dpa -

In dem Forschungsprogramm sollen rund 18 Millionen Euro in 30 Projekte investiert werden. Es soll unter anderem darum gehen, die Risiken von Starkstromleitungen für die Gesundheit zu erforschen. Bislang ist noch kein Zusammenhang zwischen Stromleitungen und gesundheitlichen Belastungen nachgewiesen worden. Es gibt aber wissenschaftliche Hinweise, dass die Gesundheit beeinträchtigt werden könnte.

Forschungsziel: Ausmaß und Auswirkungen von Magnetfeldern

Magnetfelder bei Hochspannungsleitungen und ihre Auswirkungen werden noch erforscht. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Magnetfelder bei Hochspannungsleitungen und ihre Auswirkungen werden noch erforscht. picture-alliance / dpa -

Im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz soll etwa erforscht werden, ob es einen Zusammenhang zwischen niederfrequenten magnetischen Feldern und Erkrankungen des Nervensystems oder etwa Leukämie im Kindesalter gibt.

Außerdem soll untersucht werden, inwieweit jeder Einzelne niederfrequenten Magnetfeldern ausgesetzt ist.

Untersuchungen möglicherweise auch in Baden-Württemberg

Aufnahme eines Strommasten von unten (Foto: SWR, SWR -)
Zwei große Trassen sollen im Zuge der Energiewende künftig überwiegend Windstrom vom Norden Deutschlands in den Süden bringen. SWR -

Diese Daten sollen in Regionen erhoben werden, die vom Leitungsneubau - zum Beispiel der möglichen Stromtrasse "SuedLink" - betroffen sein könnten. Dazu zählt auch die Strecke entlang der A81 von Grünsfeld nach Großgartach in Baden-Württemberg. Dieser Abschnitt könnte Teil von "SuedLink" werden.

Die Hochspannungsleitungen sollen nicht vor 2025 in Betrieb genommen werden. Ziel des Bundesamts für Strahlenschutz ist ein bestmöglicher Strahlenschutz. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesumweltamt finanziell unterstützt.

Autor: Martin Thiel, SWR Umwelt und Ernährung / Online: Jutta Kaiser

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