Fünf Jahre Glühbirnenverbot Sparsame LEDs haben sich durchgesetzt

Vor fünf Jahren wurde die Glühbirne in Deutschland verboten. Seitdem darf sie nicht mehr verkauft werden. Damals war der Aufschrei groß, heute trauert ihr kaum noch einer nach.

Nahaufnahme einer Glühbirne (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Das fragile Innenleben einer Glühbirne Foto: Colourbox.de -

Keine Glühbirnen mehr, stattdessen nur noch Energiesparlampen: Das konnten sich viele noch vor ein paar Jahren nicht vorstellen. Denn die Energiesparlampen mit Quecksilber waren alles andere als eine attraktive Alternative.

Giftiges Quecksilber in Röhren-Energiesparlampen

Die Röhren-Energiesparlampen hatten einige gravierende Nachteile: Das Licht war fahl und es dauerte eine gewisse Zeit, bis sie überhaupt ansprangen. Vor allem aber enthielten sie giftiges Quecksilber, das nicht so einfach entsorgt werden kann.

In Kindergärten wurde vorsichtshalber geübt, wie man sich verhält, falls so eine Quecksilberlampe zerbricht. Und Studien beschäftigten sich damit, ob die Lampen Kopfschmerzen oder Depressionen hervorrufen können.

Tage der Glühbirne sind gezählt

Kurz vor dem Verbot füllten die Händler noch schnell ihre Lager, denn die Nachfrage nach Glühbirnen stieg rasant an. Inzwischen aber, so schätzt die Deutsche Umwelthilfe, dürften viele Privathaushalte ihre Glühbirnen langsam aufgebraucht haben.

Stromverbrauch bei Beleuchtung deutlich gesunken

Ziel des Verbots war es, den Stromverbrauch zu senken, um die Klimaschutzziele der EU einhalten zu können. Und zum Teil ist das auch gelungen. Laut dem Deutschen Umweltamt verbrauchen die Haushalte bei der Beleuchtung je nach Studie mittlerweile zwischen zehn und 25 Prozent weniger Strom.

Das ist relativ viel, denn insgesamt ist der Verbrauch durch energieeffizientere Geräte nur um fünf Prozent zurück gegangen.

LED-Lampen lohnen sich

Ein weiterer Effekt war, dass das Angebot an unterschiedlichen LED-Lampen schnell größer wurde. Heute ist es fast schon selbstverständlich, anstelle von Glühbirnen die sparsamen LED-Leuchten einzusetzen.

Finanziell lohnt sich das auf jeden Fall. Wie die Stiftung Warentest herausfand, kann man bei drei Stunden Betriebszeit pro Tag mit einer 11 Watt starken LED-Lampe anstelle einer gleichhellen, aber deutlich wattstärkeren Glühbirne etwa 20 Euro Strom im Jahr sparen.

LED-Lampen gibt es mit warmem oder kaltem Licht. Und einige Modelle sehen sogar fast so aus wie die alte Glühbirne. Der trauert heute eigentlich niemand mehr hinterher.

Autorin: Claudia Bathe, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Stefan Heinz

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