Faszination E-Sport Fußballvereine setzen auf Profi-Computerspieler

E-Sport boomt! Der Sport am PC hat sich zum Milliardenmarkt entwickelt. Immer mehr Fußballvereine erkennen das Potential der Branche und nehmen professionelle Computerspieler unter Vertrag.

Ein E-Sport-Spieler beim Fußballzocken (Foto: SWR, SWR -)
Trainiert wird am Bildschirm. SWR -

Einer aktuellen Studie des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) zufolge spielt bereits jeder vierte deutsche Internetnutzer Mehrspieler-Spiele - das sind knapp 20 Millionen Menschen. Weltweit gibt es rund 250 Millionen E-Sport-Fans. In Deutschland verfolgen regelmäßig elf Millionen Menschen E-Sport-Turniere - entweder im Internet oder direkt vor Ort. E-Sports ist zum Massenphänomen geworden.

Gaming fordert Höchstleistung von den Spielern

In verschiedenen Studien haben sich Sportwissenschaftler der Deutschen Sporthochschule in Köln mit den Leistungen auseinandergesetzt, die professionelle Computerspieler beim Zocken erbringen: "E-Sportler sind beim Spielen am Computer oder der Konsole höchsten Belastungen ausgesetzt - auf motorischer, kognitiver und emotionaler Ebene", heißt es von den Wissenschaftlern.

Deutsche Fußball-Bundesliga investiert in E-Sport

Drei Gamer am PC beim FC Schalke 04 (Foto: SWR, SWR -)
Gamer können beim FC Schalke 04 trainieren SWR -

Diese Fähigkeiten wollen sich klassische Fußballvereine zunutze machen: Deutsche Vorreiter in Sachen Professionalisierung des E-Sports sind der FC Schalke 04 und der VfL Wolfsburg. Beide Fußball-Bundesligisten haben bereits E-Sportler unter Vertrag, die ihren jeweiligen Club repräsentieren.

Beim FC Schalke 04 sind es rund zehn professionelle Computerspieler, die in einem extra eingerichteten Trainingsraum in der Schalker Fußballarena trainieren. Sie bekommen Trainings- und Ernährungspläne, wohnen in Apartments in der Nähe der Arena und sollen sich damit ganz auf das Spielen konzentrieren können.

Auch im Südwesten haben sich schon viele Fußballclubs mit dem elektronischen Sport befasst. Der VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim, der FSV Mainz 05, der SC Freiburg, der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern beobachten die Entwicklungen im Bereich E-Sport sehr aufmerksam. Konkrete Pläne, in den E-Sport einzusteigen, haben die Profivereine aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aber noch nicht.

Link zur Multimedia-Präsentation "Faszination E-Sport - Professionelles Zocken"

Viele Menschen schauen bei einer E-Sport-Meisterschaft zu. (Foto: SWR, SWR -)
Massen-Event: E-Sport-Meisterschaft SWR -

Feature, Video und Multimedia-Reportage von Tobias Frey, SWR Wirtschaft und Soziales

Online: Inga Vennemann, Heidi Keller

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