Fairer Konsum Ostern feiern geht auch nachhaltig

Osternest, Eier, Schokoladenhasen: Ostern ist ein Konsumfest. Es lässt sich aber auch nachhaltig feiern - mit wenig mehr Aufwand. Hier ein paar Tipps.

Nachhaltige Ostern (Foto: dpa/picture alliance -)
Es müssen nicht immer konventionelle Süßigkeiten sein - Schokohasen gibt es auch Fair-Trade und Bio. dpa/picture alliance -

Ostern ist unfair - für viele Hühner, für die Menschen, die in Kakao-Plantagen arbeiten oder in der Produktion von Oster-Produkten in Schwellenländern wie China und Indien. Ein bisschen Einfluss hat man als Verbraucher aber dennoch.

Ostereier aus Bioaufzucht und natürlich gefärbt

Ohne Eier geht gar nichts an Ostern und die sind am besten bunt. Die gefärbten Eier aus dem Supermarkt sind für unsere nachhaltige Ostermission aber leider nicht die Richtigen.

Sobald Eier in irgendeiner Form verarbeitet wurden, gibt es keine Kennzeichnungspflicht mehr. Das heißt, die Hersteller müssen nicht mehr draufschreiben, wie die Hühner gehalten wurden, die die Eier gelegt haben. Deswegen warnen Tierschützer davor, die gefärbten Eier zu kaufen.

Die Alternative: Bio-Eier aus artgerechter Haltung kaufen und mit Pflanzen einfärben. Die so gefärbten Eier sehen auch hübscher aus, weil die Farben nicht so grell sind. Spinat im Wasser macht die Ostereier grün. Getrocknete Heidelbeeren färben violett und Rote-Bete-Saft rot.

Osternest ohne Chemie im Ostergras

Nachhaltige Ostern (Foto: dpa/picture alliance -)
Lieber Heu nehmen als das grell gefärbte Kunstprodukt. dpa/picture alliance -

Auch das Osternestchen lässt sich nachhaltig bauen. Ostergras ist oft billig gefärbt und die günstigen Osterkörbchen in den Drogerien und Supermärkten stammen in aller Regel eher aus zweifelhafter Produktion. Der nächste Schritt in Sachen nachhaltige Ostern ist also ein biologisch einwandfreies Osternest.

Das geht zum Beispiel so: Man nehme eine alte Schüssel und pflanze ein paar Tage vor Ostern Katzengras ein. Das wächst rasant, sieht grün und schick aus und ist garantiert 100-prozentig natürlich. Natürlich funktioniert auch ein Grasbollen aus dem Garten oder ein bisschen Heu vom Bauern.

Süßigkeiten ohne Kinderarbeit und Pestizide

Schokoladenhasen und Co. sind meist nicht besonders nachhaltig, wenn man die Süßigkeiten im Discounter oder Standard-Supermarkt kauft. Dann stammen Kakao und Zucker in aller Regel von Produktionsstätten, die weder Wert auf Umweltschutz, noch auf fairen Handel legen.

Allein an der Elfenbeinküste arbeiten laut UNICEF zur Erntezeit etwa eine Million Kinder auf den Plantagen. Sie verätzen sich die Haut an giftigen Pestiziden und machen sich bei der Schufterei kaputt - anstatt in die Schule zu gehen. Das ist nicht nur hochgradig unfair, sondern auch tragisch. Deswegen gilt für die Ostermission: genauer hinschauen und nachhaltige Schokolade kaufen!

Schokoladenhasen und Schokoeier gibt es auch als zertifizierte Ware: Gepa, FairTrade oder Rainforest Alliance sind Beispiele für nachhaltige Produktion. Bio-Siegel zählen selbstverständlich auch dazu. Sie stehen für einen schonenden und möglichst natürlichen Anbau ohne Gentechnik.

Wer es richtig gut machen will, achtet zusätzlich darauf, dass kein Palmöl in der Schokolade ist, sondern nur Kakaobutter.

Von Petra Haubner, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Sola Hülsewig

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