Fahrplanwechsel zum 9. Dezember Das ändert sich für Bahnfahrer im Südwesten

Pendler müssen sich aufgrund des Fahrplanwechsels bei der Deutschen Bahn umstellen: Es gibt neue Verbindungen, neue Züge und auch neue Preise.

Ein ICE-Zug (Foto: SWR, SWR -)
Mit dem Fahrplanwechsel soll Zugfahren laut Deutscher Bahn komfortabler werden. SWR -

Ab 9. Dezember gilt bei der Deutschen Bahn der Fahrplan 2018/2019. Der Konzern hat auf seiner Homepage eine Übersicht mit allen Änderungen veröffentlicht. SWR-Bahnexperte Tobias Frey fasst die wichtigsten Fakten für den Südwesten zusammen.

Die Deutsche Bahn dreht an der Preisspirale

Bahncard Prospekt vor einem Zuf der Deutschen Bahn (Foto: imago stock&people -)
Bei der BahnCard 25 und der BahnCard 50 gibt es keine Preiserhöhung. imago stock&people -

Es ist fast schon Tradition: Bereits in den vergangenen Jahren hat die Deutsche Bahn zum Fahrplanwechsel die Preise erhöht und auch in diesem Jahr steigen die Ticketpreise - dieses Mal im Schnitt um 0,9 Prozent. Für Flexpreistickets in der zweiten Klasse werden durchschnittlich 1,9 Prozent mehr fällig. Die Preise für Streckenzeitkarten sowie für die BahnCard 100 steigen um durchschnittlich 2,9 Prozent.

Keine Preiserhöhungen gibt es bei der BahnCard 25 und der BahnCard 50. Auch die Gebühren für die Sitzplatzreservierung bleiben unverändert.

Neue Verbindungen Richtung Nordrhein-Westfalen

ICE4 auf einer Strecke im Grünen (Foto: Deutsche Bahn -)
Der ICE 4 wird künftig auch auf der Strecke Stuttgart-Düsseldorf unterwegs sein. Deutsche Bahn -

Freuen können sich Fahrgäste, die von Baden-Württemberg aus Richtung Nordrhein-Westfalen fahren müssen. Denn zwischen Stuttgart und Düsseldorf werden die Direktverbindungen erhöht - künftig gibt es 14 Fahrten pro Tag und Richtung. Das sind 3 Fahrten mehr als bislang. Auf der Strecke wird außerdem neuerdings der ICE 4 eingesetzt. Außerdem gibt es künftig morgens von Mannheim eine zusätzliche Direktverbindung nach Berlin und abends eine Verbindung mehr zurück.

Ab April 2019 wird es auf der internationalen Verbindung von Frankfurt/Main über Montabaur und Köln nach Brüssel einen durchgehenden Zweistundentakt geben. Die Verbindung wird damit regulär auf 7 Zugpaare pro Tag ausgeweitet. Auch beim Bahnunternehmen Vlexx gibt es Änderungen: Zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und dem Hauptbahnhof Frankfurt fahren künftig 3 zusätzliche Regionalexpress-Züge. Zudem gibt es eine umsteigefreie Direktverbindung von Bad Kreuznach über Ockenheim und Budenheim nach Wiesbaden.

BW-Tarif soll Autofahrer zum Umsteigen motivieren

ÖPNV, Bwegt, Baden-Württemberg, Züge (Foto: © picture-alliance / dpa -)
Der neue BW-Tarif soll Bus- und Bahnfahren in Baden-Württemberg attraktiver machen. © picture-alliance / dpa -

Ab dem Fahrplanwechsel gilt in Baden-Württemberg der sogenannte BW-Tarif. Die Landesregierung wirbt damit, dass Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr künftig nur noch ein Ticket brauchen, wenn sie in Baden-Württemberg verbundübergreifend unterwegs sind.

Dazu werden die Ticketpreise gesenkt - im Schnitt um rund 25 Prozent: Wer zum Beispiel von Stuttgart nach Freudenstadt fährt, zahlt künftig 12,50 Euro. Bislang werden für die Strecke meistens um die 20 Euro fällig.

Die Landesregierung hat den BW-Tarif vor allem für Pendler geschaffen, die bislang häufig mit dem Auto unterwegs sind. Sie will erreichen, dass künftig mehr Menschen mit Bussen und Bahnen fahren. "Das ist wirklich das absolut gute Angebot zum Umsteigen", so Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Tobias Frey, SWR Aktuelle Wirtschaft | Online: Lutz Heyser

STAND