Digitale Supermärkte mit Lieferservice Einkaufstest der Wirtschaftsministerin in China

Den Geldbeutel nicht dabei? Das ist in China überhaupt kein Problem. Die Wirtschaftsministerin beim Selbsttest im vollkommen durchdigitalisierten Supermarkt in Shanghai.

Ohne Smartphone kann man im chinesischen digitalen Supermarkt nicht einkaufen (Foto: © SWR -)
Ohne Smartphone kann man im chinesischen digitalen Supermarkt nicht einkaufen. © SWR -

"Chinesische Supermärkte sind deutlich digitaler und die Kunden sind sehr digital-affin", sagt Zheng Han, ein Deutsch-Chinese der beide Welten kennt. "Man läuft hier einfach durch die Gänge, ohne sein Smartphone beiseite legen zu müssen." Das ist zwar nicht unbedingt für alle erstrebenswert, in vielen chinesischen Supermärkten allerdings längst Alltag.

"Bargeld wird immer seltener benutzt", so der Deutsch-Chinese weiter. Chinesen in Shanghai bezahlen im Alltag mit der App "WeChat", die vorher auf dem Smartphone installiert sein muss.

Supermärkte versus Online-Versandhändler

Einkaufen ohne Einkaufswagen - Chinesische Supermärkte haben einen Lieferservice (Foto: © SWR -)
Einkaufen ohne Einkaufswagen - Chinesische Supermärkte haben einen Lieferservice. © SWR -

Der digitale Service der neuen chinesischen Supermärkte beschränkt sich nicht nur auf das Bezahlen. Beim Einkauf genügt ein Foto mit dem Smartphone und die Ware ist bestellt. Man kann die Produkte nach dem Bezahlen einpacken und nach Hause liefern lassen.

So würden die Supermärkte wieder eine reale Chance haben, im Kampf gegen die übermächtige Konkurrenz der Online-Großhändler, sagen die überzeugten Marketing-Strategen vor Ort. Für die Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut ist dieser neue Ansatz auch in Europa denkbar und eine Idee, die sie mit nach Hause nimmt.

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