Check vor der Reise So wird das Auto fit für den Urlaub

Bevor es mit dem Auto in Urlaub geht, checken viele Licht, Ölstand oder Scheibenwischwasser. Wenn man ins Ausland fährt, sollten Urlauber aber rechtzeitig ein paar Dinge mehr im Blick haben.

Warndreieck Warnweste (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Warndreieck, Warnweste - Feuerlöscher? Wer ins Ausland fährt muss wissen, was im Urlaubsland Pflicht ist. Foto: Colourbox.de -

Katha Jansen, SWR-Wirtschaftsredaktion, mit Tipps, wie Sie Ärger im Voraus vermeiden

Punkt 1: Genau hingucken im Auto

  • Nicht nur auf Standards wie Ölstand, Scheibenwischwasser oder Reifendruck, sondern zum Beispiel auch auf die TÜV-Plakette. Eine abgelaufene Plakette kann vor allem dann zum Problem werden, wenn man im Ausland einen Unfall hat. Die Versicherung kann es als fahrlässig werten, wenn man trotzdem mit dem Auto fährt und die übernommenen Kosten zurückfordern.
  • Auch wichtig: Licht checken. In vielen Ländern gilt das ganze Jahr über eine Lichtpflicht, auch am Tag. Wer sich nicht dran hält, muss zahlen - in Norwegen zum Beispiel rund 160 Euro.
  • Und nochmal genau hingucken ist wichtig, damit man sich im eigenen Auto gut auskennt. Wo liegt der Verbandskasten und ist noch alles drin? Wo ist das Warndreieck, wo die Warnwesten? Auch hier gilt je nach Reiseland etwas anderes. Am besten für jeden Mitfahrer eine eigene Weste einpacken.

Punkt 2: Einpacken lohnt sich

Bevor es in Urlaub geht, rechtzeitig für die richtige Ausrüstung im Auto sorgen. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Bevor es losgeht, rechtzeitig für die richtige Ausrüstung sorgen. picture-alliance / dpa -

Manche Dinge, die wir im Alltag nicht unbedingt im Auto dabei haben, sind im Urlaub richtig hilfreich. Ärgerlich zum Beispiel, wenn man sich 1.000 Kilometer von Zuhause entfernt aus dem eigenen Auto aussperrt: Ersatzschlüssel können den Urlaub retten, genau wie Starthilfekabel oder Straßenkarten, für den Fall, dass das Handy kein Netz und das Navi kein Auslandsupdate hat.

Unbedingt rechtzeitig vorher die Regeln checken und zwar für alle Länder, durch die man während der Reise durchfährt. Denn teilweise gehören im Ausland Dinge ins Auto, die bei uns kein Mensch dabei hat: In Griechenland oder Island einen Feuerlöscher, in Serbien - auch nur bei der Durchfahrt - ein Abschleppseil. In Kroatien brauchen Urlauber mit Wohnwagen zum Beispiel zwingend ein zweites Warndreieck.

Punkt 3: Nützliche Gadgets

  • Das ist zum Beispiel ein USB-Splitter für den Zigarettenanzünder. Dann passen mindestens zwei Handy-Ladekabel auf die Stromquelle. Super, wenn zum Beispiel alle Handys während der Fahrt geladen werden müssen, damit die Autobatterie nicht schlapp macht.
  • Passiert das trotzdem, hilft eine Starthilfe-Powerbank. So groß wie eine Tafel Schokolade wird sie mit zwei Klemmen an die Batterie gesteckt und macht sie wieder fit.
  • Auch Halterungen fürs Smartphone an der Windschutzscheibe oder der Lüftung lohnen sich - für alle, die das Handy als Navi nutzen, aber auch, um es zur Kinderbespaßung hinten zu befestigen.

Nicht zu vergessen: Knöllchen im Ausland

Knöllchen wird hinter Scheibenwischen geklemmt (Foto: © Colourbox.com -)
Knöllchen über 70 Euro im Ausland besser nicht ignorieren. © Colourbox.com -

Wer sich an die Regeln im Urlaubsland nicht hält - egal, ob wissentlich oder nicht - riskiert ein Bußgeld. Zwischen 15 und 150 Euro kommen da schnell zusammen. Das Argument "Das war doch im Ausland, das ignoriere ich einfach!" zieht schon seit einigen Jahren nicht mehr. Inzwischen gibt es eine EU-weite Datenabfrage und ein Vollstreckungsabkommen. Geldbußen über 70 Euro werden im Zweifel von den deutschen Behörden eingetrieben.

Online: Heidi Keller

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