Badegewässer-Report Sauber baden in Seen im Südwesten

Fast überall in Europas Meeren und Seen kann bedenkenlos gebadet werden. Das stellt der EU-Badegewässer-Report fest. Höchstnoten gibt es auch für Badeseen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Badesee (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Schnell mal abkühlen, wenn es heiß wird - raus an den See: Die Wasserqualität ist super. picture-alliance / dpa -

Das Ergebnis des aktuellen Badegewässer-Reports, den die Europäische Umweltagentur in Kopenhagen veröffentlicht hat, lässt sich sehen. Demnach erfüllen 85 Prozent aller im Vorjahr untersuchten Badegewässer den höchsten Qualitätsstandard der EU. In Deutschland sieht es sogar noch ein bisschen besser aus: Von den 2.287 untersuchten Badestellen erhielten 91,4 Prozent die Höchstnote für die Badewasserqualität.

96 Prozent aller Badestellen halten Mindeststandard und mehr

Das ist eine "gute Nachricht für Urlauber", so kommentiert die Europäische Umweltagentur den Bericht. Und das, obwohl die Zahl der Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität leicht zurückgegangen ist, um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Gründe dafür nennt die EU unter anderem die starken Regenfälle während des vergangenen Sommers.

Dennoch: Immerhin 96 Prozent aller untersuchten Badestellen erfüllen zumindest den Mindeststandard für Badegewässer. Nur 1,4 Prozent bekommen die Note mangelhaft - darunter vor allem Strände in Italien, Spanien und Frankreich. Besser als der EU-Durchschnitt stehen die deutschen Badegewässer da: An 9 von 10 Stränden herrscht beste Wasserqualität, so der Report. Eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Note mangelhaft gibt es hierzulande für weniger als ein Prozent aller Strände.

Fragen an Dominik Bartoschek, SWR Umwelt und Ernährung

Wie sieht es mit den Badeseen in Baden-Württemberg aus?

Meerjungfrauen am Epplesee (Foto: swr -)
Entspannung pur am Epplesee. swr -

Im Großen und Ganzen kann man auch in Baden-Württemberg in die meisten Seen bedenkenlos rein springen. Auf der Landkarte des EU-Berichts ist das ganze Land bedeckt mit blauen Punkten, und die stehen für Badeseen mit der Höchstnote für ihre Wasserqualität.

Es gibt allerdings einen Ausreißer, der schmälert das positive Ergebnis ein wenig. Und zwar ist das der Goldscheuer See bei Kehl im Ortenaukreis. Der ist bei der EU glatt durchgefallen, wegen einer viel zu hohen Bakterienbelastung. Die Behörden vor Ort machen dafür die vielen Nilgänse an diesem See verantwortlich, die mit ihrem Kot das Wasser verschmutzen. Genau deshalb ist für den See bereits vor einigen Tagen ein Badeverbot ausgesprochen worden. Da sollte man also nicht mehr rein springen und lieber zu einem der anderen Seen im Land ausweichen, bei denen die EU an der Wasserqualität nichts auszusetzen hatte.

Wie in den vergangenen Jahren sind auch fast alle Strandbäder am Bodensee mit Topwerten ausgezeichnet worden.

Wie ist die Situation an den Badestränden in Rheinland-Pfalz?

Erholung und Spaß, aber nicht immer ohne Gefahr (Foto: swr -)
Erholung und Spaß vor der Haustür. swr -

Ziemlich gut sieht das aus. In Deutschland liegen wir ja bundesweit sogar über dem EU-Durchschnitt, von den untersuchten Badestellen hierzulande bekamen rund 91 Prozent die Höchstnote für ihre Badewasserqualität. Nur an gerade für acht Badestellen gab es ein Mangelhaft, das ist weniger als 0,5 Prozent.

Wer jetzt denkt, so ein Ergebnis ist eigentlich nicht mehr zu toppen, muss nur nach Rheinland-Pfalz schauen: Hier wurden 68 Badeseen getestet, und es gab wirklich kaum etwas auszusetzen: vier Mal gab es die Note Gut, etwa für den Almensee bei Bad Dürkheim und den Sägmühlweiher bei Trippstadt - der Rest bekam die Höchstnote für die Badewasserqualität. Gute Nachrichten also für alle, die bei hohen Temperaturen auf der Suche nach Abkühlung sind!

Online: Heidi Keller

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