31 Sorten im Test Reis, Reis, Baby - aber sechsmal "Mangelhaft"

Unter den Reissorten gilt er als besonders edel und wohlschmeckend: Basmati-Reis. Ob die Ware wirklich so erlesen ist, hat Stiftung Warentest untersucht - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Der Name "Basmati" bedeutet übrigens "duftend", und gerade der Duft und das Aroma sind es, die viele Reis-Fans am Basmati so schätzen. Doch können die Produkte in unseren Supermärkten diesen Erwartungen wirklich gerecht werden? Ist die Qualität der Ware so hochwertig wie es die Aufmachung der Verpackungen häufig verspricht? Das wollte jetzt die Stiftung Warentest wissen und hat für ihr September-Heft 31 Basmati-Produkte getestet. Das Ergebnis: ziemlich durchwachsen.

Mehr schlechte als gute Ergebnisse

Mehr Schatten als Licht - so lässt sich die Tabelle mit den Testergebnissen zusammenfassen. Denn fünf mit der Note "Gut" bewerteten Basmati-Produkten stehen sechs Produkte mit der Note "Mangelhaft" entgegen. Damit fiel jedes fünfte getestete Produkt glatt durch. "Ein enttäuschendes Ergebnis", bilanziert Stiftung Warentest.

Gewinner und Verlierer beim Basmati-Test

Am besten schnitt noch der lose verpackte, weiße Basmati-Reis ab: Hier gabs gute Noten für die günstigen Produkte von Lidl und Aldi-Süd, aber auch für teure Ware von Tilda oder der Bio-Marke Daevert. Der Preis sagt also nichts über die Qualität aus, so das Fazit von Stiftung Warentest.

Beim Vollkorn-Basmati und bei der Kochbeutel- und Mikrowellen-Variante überzeugte die Tester kein Produkt. Mit einem "Mangelhaft" durchgefallen sind unter anderem der Kochbeutel-Basmati von Edeka sowie der Mikrowellenreis von Netto.

Die wichtigsten Gründe für schlechte Noten

  • Viel hatten die Tester am Geschmack auszusetzen: Statt der erwarteten blumigen, nussigen oder fruchtigen Aromen, schmeckten sie häufig "pappige" oder "modrige" Geschmacksnoten heraus.
  • Besonders unzufrieden waren sie mit dem Mikrowellen-Basmati-Reis. Der kommt bereits vorgekocht in die Packung und ließ nach dem Aufwärmen jede charakteristische Basmati-Note vermissen.
  • Ein weiterer Grund für die schlechten Zensuren: Die Qualität der Reiskörner. Mal fanden sich zu viel fremde Reissorten in der Packung, mal waren zu viele Körner zerbrochen. Das gab Abzüge, denn für Basmati-Reis gibt es eine Art Reinheitsgebot, und das schreibt genau vor, wie die Körner beschaffen sein müssen.

Was ist mit Schadstoffen im Reis?

Ein Landwirt sprüht Pestizide über ein Reisfeld (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Pestizide und Schimmel-Mittel im Reis. picture-alliance / dpa -

In zwei Produkten - dem Netto-Mikrowellenreis und dem losen Reis von Fair East - fanden die Tester Pestizid-Rückstände, die so hoch waren, dass der Reis nicht verkauft werden dürfte.

Und im Vollkorn-Basmati von Alnatura und dm fanden sich Rückstände eines Schimmel-Mittels, das für Bio-Produkte eigentlich verboten ist.

Fazit des Reis-Tests

Wer Basmati-Reis mag, sollte am ehesten zu lose verpacktem und weißem Reis greifen. Hier ist die Chance am höchsten, hochwertige Ware mit dem charakteristischen Basmati-Geschmack zu finden. Bei Kochbeutel- und Mikrowellen-Produkten muss man dagegen deutliche Abstriche bei Qualität und Geschmack machen.

Von Dominik Bartoschek, SWR Umwelt und Ernährung | Online: Heidi Keller

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