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SWR-Wirtschaftsredakteurin Petra Thiele (Foto: Dirk Bannert)
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Wer den Tiefpreis für Heizöl in der Corona-Krise verpasst hat, kommt jetzt wieder zum Zug. Den Öltank für den Winter noch im Sommer füllen zu lassen, rechnet sich aus drei Gründen.

Wer sein Heizöl noch im Sommer bestellt, hat drei Vorteile:

  • Erstens ist der Ölpreis aufgrund der Corona-Wirtschaftskrise immer noch sehr niedrig.
  • Zweitens: Durch die Mehrwertsteuersenkung, die bis Ende des Jahres gilt, spart man zusätzlich etwa 30 bis 40 Euro bei 3.000 Litern Heizöl.
  • Drittens: Es immer besser, anti-zyklisch zu kaufen. Also den Tank dann zu füllen, wenn das Eis an allen Seiten vom Hörnchen tropft.
Tanken Ölpreis Corona-Virus (Foto: Getty Images, MarioGuti, fpm)
Die Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie drückt auf Heizöl- und Spritpreise. MarioGuti, fpm

Warum der Heizölpreis nicht weiter sinkt und warten nicht hilft

Heizöl hatte wegen der Corona-Krise im Mai seinen Preis-Tiefpunkt mit 42 Euro pro Hektoliter. Aktuell steht der Preis bei rund 44 Euro. Er wird bis Jahresende bestimmt weiter ansteigen. Denn ab Januar 2021 gibt es den CO2-Preisaufschlag auf Heizöl – das macht etwa acht Cent mehr aus pro Liter. Händler rechnen damit, dass vor der CO2-Abgabe noch viele Kunden ihre Tanks auffüllen wollen, und der Heizöl-Preis durch die höhere Nachfrage dann ansteigt.

Zwar kann durch die Corona-Pandemie oder eine politische Handelskrise der Ölpreis in den nächsten Monaten nochmal in den Keller gehen – aber darauf zu setzen, ist riskant.

CO2-Aufschlag auf Heizöl steigt von Jahr zu Jahr

Der CO2-Preis verteuert Heizöl in den nächsten Jahren deutlich: Dadurch steigen die zusätzlichen Kosten für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Litern Heizöl von 158 Euro im Jahr 2021 auf 348 Euro im Jahr 2025.

Tipps zum Heizölpreise vergleichen:

Der Unterschied zwischen einem preiswerten Heizöl-Händler und einem teuren in der Nähe lässt sich auf Vergleichsportalen im Internet wie Esyoil oder Heizoel24 leicht ermitteln. Er beträgt oft bis zu 10 Cent pro Liter – oder in unserem Beispiel mit rund 3.000 Litern etwa 300 Euro.

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