Teilnehmer der Weihnachtmann-Schule fahren per U-Bahn zur Southwark Kathedrale. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown)

Corona-Weihnachten 2020

Heimfahren über Weihnachten

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Normalerweise setzt sich rund um Weihnachten die halbe Republik in Bewegung, um das Fest mit Familie zu verbringen oder in Urlaub zu entfliehen. Dieses Jahr wird einiges anders.

Verstopfte Autobahnen, ausgebuchte Flüge und brechend volle Züge und Fernbusse: so sieht die Verkehrslage normalerweise rund ums Weihnachtsfest aus. Doch was ist schon normal in diesem Seuchenjahr 2020? Welche Verkehrsmittel sind sicher? Und worauf sollte man sich als Reisender vorsichtshalber einstellen?

Mehr Züge über Weihnachten als sonst - verspricht die Bahn

Ein ICE 1 (ICE 1008 München - Berlin) fährt auf freier Strecke. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)
100 zusätzliche Züge will die Bahn über die Festtage einsetzen, um corona-konformes Reisen über Weihnachten möglich zu machen. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Die Bahn setzt zwischen dem 18. und dem 27. Dezember rund 100 zusätzliche Sonderzüge ein, zum Beispiel auf der Verbindung von Basel nach Frankfurt oder von München nach Stuttgart nach Mannheim. Dadurch stehen 13.000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. So soll mit allen Mitteln verhindert werden, dass die Züge rund um Weihnachten zu voll werden.

Mit dazu beitragen sollen auch Einschränkungen bei den Reservierungen. Pro Doppelsitz kann nur noch ein Sitzplatz reserviert werden, Einzelreisende erhalten automatisch den Fensterplatz. Für Paare und Familien gibt es dann Extra-Bereiche in der ersten und in der zweiten Klasse. Dort können auch nebeneinanderliegende Plätze gebucht werden.

Außerdem werden die Maskenkontrollen verschärft: In jedem zweiten Fernverkehrszug sollen Sicherheitsteams an Bord sein, die darauf achten werden, dass die Maskenpflicht eingehalten wird. Die Bahn rüstet sich also für die Feiertage, damit Bahnfahren möglichst sicher ist.

Fernbusse sollen zumindest in der Weihnachtszeit wieder fahren

Europas größter Fernbusanbieter Flixbus hat gerade mitgeteilt, dass zwischen 17. Dezember und 11. Januar wieder Busse fahren werden. Insgesamt sollen 150 Halte bedient werden. Darunter alle große Städte wie Berlin, München, Köln, Hamburg, aber auch etliche Städte, hier in Baden-Württemberg. Zum Beispiel Ulm, Stuttgart, Tübingen, Metzingen, Freudenstadt, Offenburg, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim und noch einige mehr.

Ein Mann geht am 07.02.2013 an der Südseite des Hauptbahnhofs in Frankfurt am Main (Hessen) auf wartende Busse zu. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Arne Dedert)
Auch Fernbusse werden über die Feiertage wieder verkehren. picture alliance / dpa | Arne Dedert

Es gibt ein spezielles Sicherheits- und Hygienekonzept an Bord. Außerdem sollen die Busse vor jeder Fahrt gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Es gibt Belüftungsanlagen - und jeder Fahrgast muss beim Ein- und Aussteigen und während der Fahrt eine Maske tragen.

Alternative Mitfahrzentrale oder Mietauto für die Heimfahrt an Weihnachten?

05.01.2019, Bayern, Hohenlinden: Ein Auto fährt auf einer verschneiten Landstraße. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Lino Mirgeler)
Für Viele wird in diesem Jahr aber das eigene Auto die erste Wahl sein - wenn man eines besitzt... picture alliance/dpa | Lino Mirgeler

Die großen Mitfahrzentralen - wie etwa der Marktführer BlaBlaCar - verweisen auf ihren Internetseiten auf die gängigen Sicherheitsmaßnahmen, wie Maske tragen, Hände waschen, Fahrzeug desinfizieren und bei Erkältungssymptomen auf Fahrten verzichten. Dazu zählt auch den nötigen Abstand einzuhalten. Wobei hier die Frage ist, wie das bei einem vollgepackten Kleinwagen funktionieren soll? Wer daher auf Nummer sicher gehen will, der ist mit einem Mietwagen sicher besser bedient. Auch wenn das natürlich gerade über Weihnachten sehr teuer ist.

Fliegen gilt als sicher - und teuer

23.12.2018, Zypern, Larnaca: Der Mond scheint hinter einer beleuchteten Weihnachtsdekoration, während sich ein Flugzeug auf die Landung am Flughafen in der südlichen Küstenstadt Larnaca vorbereitet. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Petros Karadjias)
Sicheres Reisen an Bord versprechen die Airlines - günstig ist das nicht. picture alliance/dpa | Petros Karadjias

Auch beim Fliegen gelten Sicherheits- und Hygienekonzepte: Beim Einchecken am Flughafen und an Bord ist ein Mund-Nasen-Schutz längst Pflicht - natürlich auch an Weihnachten. Der Bordservice in den Maschinen ist eingeschränkt, es gibt keine offenen Speisen, bei Flügen unter 50 Minuten auch keinen Getränkeservice.

Die Flugzeuge werden häufiger gereinigt und desinfiziert. Außerdem wird die Luft im Innenraum alle paar Minuten komplett ausgetauscht, so dass in Kombination mit einer Mund-Nasen-Bedeckung ein Mindestabstand zum Sitznachbarn auch nicht zwingend eingehalten werden muss, sagen die Airlines.

Baden-Württemberg

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