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Sie kommen angeblich vom Internetanbieter und kennen echte Kundendaten. Verbraucherschützer beklagen eine Häufung von Haustürgeschäften im Südwesten.

Woran erkenne ich seriöse Haustürgeschäfte?

Werden Verbraucher an der Haustüre überrascht, ist es für sie schwierig, seriöse Anbieter zu erkennen, erklärt die Polizeibeamtin Janina Liedermann, Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA). Sie rät Kunden, die an einem solchen Haustürgeschäft interessiert sind, deshalb immer dazu, zunächst genauere Informationsmaterialien anzufordern. Seriöse Anbieter werden sich darauf einlassen und den Kunden vor allem ausreichend Zeit lassen, das Haustürgeschäft zu überdenken. Diese Zeit können Kunden nutzen, um das Unternehmen im Internet zu suchen. Hier kann man prüfen, ob es im Zusammenhang mit dieser Firma Warnungen vor Betrugsfällen oder negative Erfahrungsberichte gibt. Außerdem empfiehlt die Polizistin, auf der Internetseite des Unternehmens nach einem seriösen Impressum zu suchen und zusätzlich die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen.

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Wie verhalte ich mich am besten, um mich vor Betrügern zu schützen?

Steht verdächtiger Besuch vor der Tür, kann man die Person immer bitten, sich als Mitarbeiter der vorgeblichen Firma auszuweisen. Bei Zweifeln kann man auch selbst bei dem Unternehmen oder der Behörde anrufen und nachfragen, ob derzeit Hausbesuche stattfinden. In solchen Fällen sei es aber wichtig, die Telefonnummer selbst herauszusuchen und keine Nummer zu nutzen, die der Vertreter bereithält, so Janina Liedermann.

Sie empfiehlt unsicheren Verbrauchern außerdem, eine zweite Person wie Familienmitglieder oder Nachbarn hinzuzuholen. Wer sich stark bedrängt fühle, könne auch immer die Polizei rufen.

Und ganz grundsätzlich: Man sollte keine Fremden in die Wohnung lassen, schon gar nicht, wenn sie unangekündigt vor der Tür stehen.

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich durch ein Haustürgeschäft getäuscht wurde?

Wer den Verdacht hat, auf eine Betrugsmasche herein gefallen zu sein, sollte in jedem Fall die Polizei verständigen und Anzeige erstatten. Hilfreich sei es, alle Unterlagen wie Verträge oder Schriftverkehre des Haustürgeschäfts bereit zu halten, erklärt Polizeibeamtin Janina Liedermann.

Außerdem empfiehlt sie Kunden, sich bei fragwürdigen Verträgen an die Verbraucherzentrale zu wenden. Die Verbraucherschützer geben auch Tipps, wie man einen bereits geschlossenen Vertrag widerrufen kann. Ein unüberlegtes Haustürgeschäft kann grundsätzlich rückgängig gemacht werden.

Wann sollte ich die Polizei verständigen?

Unseriöse Vertreter von Haustürgeschäften sollte man nicht erst bei der Polizei melden, wenn man Opfer einer Masche wurde, sondern auch schon bei verdächtigen Besuchen. Das helfe, Betrugsserien zu identifizieren, erläutert Janina Liedermann. Dann könne die Polizei rechtzeitig mit Warnungen an die Öffentlichkeit treten.

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