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Nach dem zweitnassesten Februar seit 1881 steigen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die Grundwasserstände: Das ist gut, weil der Sommer wieder trocken werden könnte.

Vergangenes Jahr fehlte Wasser

Nach einem rekordverdächtig regnerischen Februar meldet Baden-Württemberg steile Anstiege der Grundwasserstände, vor allem auf der Ostalb und im Nord-Schwarzwald. Noch nicht so viel Wasser ist im südlichen Oberrheingraben heruntergekommen. Vergangenes Jahr gab es große Probleme wegen fehlender Niederschläge im Winter. Deshalb fing der Sommer mit viel zu niedrigen Grundwasserpegeln an. Dazu war er dann noch besonders heiß und trocken.

Dauer

Grundwasserneubildung geht seit Jahren zurück

Auch Rheinland-Pfalz vermeldet aus diesem Winter überdurchschnittlich ausgiebige Niederschläge. Das Land weist aber auch darauf hin, dass so ein regenreicher Winter allein nicht ausreicht. Es müssten über mehrere Jahre nasse Winter geben, damit sich die Grundwassersituation nachhaltig verbessert. Denn wenn man sich die letzten 15 Jahre anschaut, ist die mittlere jährliche Grundwasserneubildung um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Grund dafür: höhere Temperaturen, längere Vegetationsperioden und mehr Verdunstung.

"Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der jährlichen Grundwasserneubildung sind aufgrund der unsicheren Informationslage (..) noch mit großen Unsicherheiten behaftet."

Umweltbundesamt

Durch den Klimawandel ist zu befürchten, dass es mehrere trockene Hitzesommer hintereinander gibt, warnt das Umweltbundesamt.

800 Liter Regen im Schwarzwald - nur 150 Liter in Sachsen

Für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat der nasse Februar der Natur das gegeben, was sie brauchte. Über 800 Liter Niederschläge pro Quadratmeter fielen in diesem Winter zum Beispiel im Schwarzwald. In östlichen Bundesländer wie beispielsweise Sachsen oder Brandenburg fielen nur 150 Liter Regen pro Quadratmeter im ganzen Winter. Das hat die Grundwasservorräte dort keineswegs ausreichend gefüllt. Im Osten Deutschlands liegen die meisten Pegel noch unter dem Durchschnitt.

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