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Die weltgrößte Computer- und Videospielmesse Gamescom startet. Wegen Corona allerdings nicht wie sonst üblich in Köln, sondern erstmals rein virtuell im Internet.

Hatte die Gamescom jährlich sonst bis zu 370.000 Besucher in die Messestadt Köln gezogen, findet die weltweit bedeutendste Computerspielemesse in diesem Jahr wie so viele andere Veranstaltungen ausschließlich digital im Netz statt. Die Gamescom 2020 fällt im Netz dann auch deutlich kleiner aus als sonst: So nehmen zwar mehr als 300 Aussteller daran teil, das sind aber deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Damals präsentierten in Köln noch mehr als 1.000 Aussteller neue Computer- und Videospiele.

Gaming-Industrie bislang ein Corona-Krisen-Gewinner

Gleichwohl gibt sich die Branche selbstbewusst, denn die Umsatzentwicklung der Gaming-Industrie war - trotz oder wegen Corona - bislang positiv: Geschlossene Schulen, Homeoffice und Shutdown - für viele Menschen hatte das Computer- oder Konsolen-Spielen während der ersten Zeit der Coronakrise da eine wichtige Funktion. Ein Leben ohne Video-Spiele sei inzwischen jedenfalls für jeden dritten Nutzer schier undenkbar, hat der Digitalverband Bitkom ermittelt. "Die Gaming-Industrie zählt ganz klar zu den Gewinnern der Krise", so Bitkom-Präsidiumsmitglied Olaf May. Andererseits sitzen wegen Corona aber nach wie vor auch viele Spiele-Entwickler im Homeoffice - und kämpfen dort mit den technischen Tücken.

Auch viele Spielefirmen aus dem Südwesten sind virtuell mit dabei

Messebesucher warten vor der einer Messehalle der Gamescom auf den Einlass. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Schrill, bunt, fantastisch, laut und voll - so war die Spielemesse Gamescom mal, bis 2019, bis Corona kam. Picture Alliance

Bei der virtuellen Messe sind auch dieses Jahr einige Entwicklerstudios aus dem Südwesten mit dabei. Aus Baden-Württemberg machen zum Beispiel die Ludwigsburger Unternehmen Kaleidoscube und Studio Fizbin mit, außerdem präsentiert sich die Stuttgarter Hochschule der Medien. Aus Rheinland-Pfalz nimmt beispielsweise das Entwicklerstudio Grimbart Tales aus Kaiserslautern an der Gamescom teil - außerdem die Initiative Game-Up, die die Entwicklung von Computerspielen in Rheinland-Pfalz fördert. Bei der Gamescom werden neue Spiele unter anderem per Live-Stream präsentiert. Die virtuelle Messe geht bis zum Sonntag.

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