Viele Flüsse und Bäche führen mittlerweile deutlich weniger Wasser als früher. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Crowd Science #unserWasser

Jetzt mitmachen und trockene Gewässer melden

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AUTOR/IN
Sabine Schütze
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Tobias Frey

Bei der Mitmach-Aktion zum ARD-Projekt #unserWasser soll erforscht werden, welche Bäche und Teiche in Deutschland langsam verschwinden. Mitmachen kann jeder und ganz einfach.

Der kleine Bach im Ort oder im Wäldchen zuhause führt schon jetzt wenig Wasser - anders als noch vor zehn Jahren. Manchmal trocknet das Rinnsal im Sommer sogar komplett aus. Genau diese Beobachtungen sind es, auf die Gewässerökologe Hans Jürgen Hahn von der Universität Koblenz-Landau gespannt ist.

Denn trockene Bäche sind ein Hinweis auf sinkendes Grundwasser: Ein Bach kann nur dann fließen, wenn er in Verbindung mit Grundwasser steht. Das Wasser, das er auch nach langer Trockenheit noch führt, ist nichts anderes als Grundwasser, das in den Bach strömt.

"Die Idee ist, dass man tatsächlich mal einen Überblick bekommt, wie sich denn Trockenheit in der Fläche auswirkt - vor allem auch ganz kleinräumig."

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Keine Übersicht über trockene Gewässer: Bevölkerung kann helfen

Bis jetzt weiß niemand genau, wie sehr Bäche, Teiche und Quellen von den sich häufenden Trockenjahren betroffen sind. Offizielle Messungen zum Wasserstand decken lediglich die meisten Grundwasserpegel und größere Flüsse ab.

Durch das ARD-Event #unserWasser soll sich das ändern. Je mehr Menschen mitmachen und online ein einfaches Formular ausfüllen, desto aussagekräftiger wird auch die interaktive Karte, in der die Meldungen erfasst werden.

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Trockene Bäche: Probleme macht vor allem der Oberrheingraben

Gewässerökologe Hans Jürgen Hahn erwartet bei der bundesweiten Mitmachaktion zwar unterschiedliche Beobachtungen, doch der Oberrheingraben in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dürfte weiterhin das größte Sorgenkind sein: "Wir erwarten auffällige Meldungen aus dem Oberrheingebiet - von Rheinhessen runter bis an die Schweizer Grenze. Das ist eins der Gebiete, die am stärksten von der Trockenheit in Deutschland betroffen sind."

Gründe dafür sind eine höhere Verdunstung, ein extremer Wasserabfluss nach Starkregen und ein gestiegener Wasserbedarf in der Landwirtschaft. Das alles seien Folgen des Klimawandels und deshalb würde das Grundwasserniveau sinken. "Klimawandel ist bei aller Globalität ein ganz regionalisiertes Geschehen. Wir haben immer wieder Bereiche, da sehen die Dinge ganz anders aus als in der Fläche", sagt Hahn.

Der Forscher möchte deshalb die eingehenden Meldungen vor allem nach kleinen und regionalen Mustern analysieren.

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