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Fasten trotz Corona? Ich verzichte, sagt Susanne Henn

Im Prinzip finde ich es richtig, ja sogar wichtig, mal auf etwas zu verzichten, was im Alltag zur Gewohnheit geworden ist – auf Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch, Handy - was auch immer. Aber seit einem Jahr verzichten wir doch schon genug: Auf Treffen mit Freunden, auf Sport und Musik mit anderen, auf Kino und Theater so ziemlich alles, was Freizeit ausmacht. Wir haben schon im letzten Jahr auf Ostern und Weihnachten im größeren Kreis verzichtet und auch für dieses Osternfest sieht es nicht gut aus. Das ist alle notwendig, aber so wahnsinnig viele Alltagsfreuden sind im Corona-Alltag nicht geblieben. Und darauf soll ich jetzt auch noch verzichten? Auf das Glas Wein am Wochenende, die Schokolade zwischendurch, die ausführlichen Videotelefonate über's Handy mit Freunden? Ganz ehrlich: Dazu habe ich in diesem Jahr keine Lust. Dann ist die schlechte Laune vorprogrammiert, das kann weder für den Familienfrieden noch für mich wirklich gut sein. Deshalb habe ich mich entschieden: Ich verzichte dieses Jahr auf's Fasten

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