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Wenn das Fahrrad einmal weg ist, dann kommt es meistens auch nicht wieder zurück. Sogenannte Fahrradtracker sollen da Abhilfe verschaffen. Wir haben den Test gemacht.

Vier Fahrradtracker im Test

Wir haben Tracker von PowUnity und It’s my Bike gecheckt, in der Variante für E-Bikes. Sie werden jeweils im Motor verbaut. Die beiden anderen Tracker sind auch für nicht-E-Bikes geeignet. Der Tracker Velocate ist als Rücklicht getarnt. I Lock it ist ein vernetztes Rahmenschloss. Alle kosten in unserer Stichprobe jeweils 199 Euro.

Vier Fahrrad-Tracker, die das Fahrrad über GPS verfolgen können sind abgebildet. Jedes kostet jeweils 199 Euro (Foto: SWR)
Wir testen insgesamt vier Fahrradtracker. Zwei für Elektrofahrräder, eins, das in einem Fahrradschloss versteckt ist und ein Tracker, das als Rücklicht getarnt ist.

So haben wir getestet

Wir lassen die Systeme von acht erfahrenen Radfahrern überprüfen. Allen ist gemeinsam, dass ihnen bereits mindestens ein Rad gestohlen wurde. Eine Werkstatt baut für uns die Ortungsgeräte ein. Vor allem bei den E-Bikes ist das erforderlich, denn so kann man die Garantie und die Gewährleistung behalten.

Acht Menschen laufen auf die Kamera zu. Jedem von ihnen wurde bereits mindestens ein mal ein Fahrrad geklaut. (Foto: SWR)
Mit geklauten Rädern kennen sie sich aus. Unsere acht Testpersonen waren teilweise schon mehrfach Opfer von Fahrraddieben.

Die Tracker von PowUnity und It's my Bike werden jeweils in den Motor des Elektrorads eingebaut. Das Rahmenschloss von I lock it ist bereits innerhalb von fünf Minuten verbaut und bereit.

Bei allen Geräten, bis auf das von Velocate, entstehen ab dem zweiten Jahr Folgekosten von bis zu vier Euro pro Monat, um die Ortung bereitzustellen. Dafür gibt es beim Velocate-Modell die meisten Probleme beim Einrichten. Erst nach mehreren Telefongesprächen mit dem Hersteller, konnten wir den Tracker in Betrieb nehmen.

Wir teilen unsere Radfahrer in zwei Gruppen ein. Die "Jäger" und die "Diebe". Die Diebe klauen die Fahrräder und hauen ab. Die Jäger sollen ihre Fahrräder mithilfe der Tracker aufspüren. Der Treffpunkt ist für alle der Gleiche.

Testergebnis

Am Ende führen alle Tracker zum Ziel. Das Manko, das alle Systeme gemeinsam haben, ist, dass das GPS-Signal gestört werden kann, wenn das Fahrrad beispielsweise in einem Transporter ist oder wenn die Netzabdeckung in der Region nicht optimal ist. Auch müssen die Ortungsdienste in den Smartphones aktiviert sein, mit denen man die Fahrradtracker verbindet.

Vorteil beim Fahrradschloss-Tracker I Lock it ist: Wenn das Rad damit abgeschlossen ist und jemand es nur ein bisschen bewegt, dann gibt das Schloss ein Warnsignal mit einer Lautstärke über 110 Dezibel von sich. Die beiden Systeme, die in den E-Bikes montiert sind, sind zwar aufwändig in der Montage, dafür funktionieren sie  problemlos. Nachteil Velocate: Das Rücklicht hat eine komplizierte Bedienungsanleitung.

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