Reisende warten auf dem Bahnsteig auf dem Berliner Hauptbahnhof. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Carsten Koall)

Ab Sonntag wird’s teurer

Fahrplanwechsel bei der Bahn: Günstig und mit Abstand reisen

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Tobias Frey

Ab Sonntag, 12. Dezember, steigen bei der Bahn die Preise. Wer vorher bucht, kommt günstiger weg. Neue, schnellere Verbindungen machen das Reisen noch vor Weihnachten komfortabler.

Driving home for Christmas, die Reise zu den Lieben vor Weihnachten – mit öffentlichen Verkehrsmitteln braucht es dafür gute Nerven und bald auch mehr Geld. Mit diesen Tipps hat man auch nach dem Fahrplanwechsel eine angenehme Fahrt.

Neuer Fahrplan bringt neue Sprinter-Verbindungen

Die neuen ICE-Sprinter-Verbindungen ab Sonntag, 12. Dezember, sind vor allem für Pendler interessant. Die Züge halten seltener, dadurch verkürzt sich die Fahrzeit. Von Köln nach Berlin fährt der Sprinter komplett durch und ist deshalb laut Bahn auch bis zu 30 Minuten schneller. Auch von Köln nach München gibt es eine solche Sprinterverbindung, auch da soll die Reisezeit um gut eine halbe Stunde verkürzt werden.

Das Ziel ist klar: Mit diesen superschnellen Zügen will die Bahn erreichen, dass bei Inlandsreisen mehr Menschen vom Flugzeug auf die Bahn umsteigen.

Bahnverkehr Der längste ICE aller Zeiten hat mehr als 900 Sitzplätze

Ab Sonntag braust eine XXL-Version des ICE 4 durch Deutschland, zunächst zwischen Hamburg und Chur in der Schweiz. Der Zug hat 13 Waggons mit mehr als 900 Sitzplätzen und ist 374 Meter lang.

Stuttgart-Berlin oder Mainz-Hamburg: Neue Verbindungen für den Südwesten 

Die Bahn setzt ab dem Fahrplanwechsel vor allem auf extralange ICEs, die neuen XXL-Züge. Hier passen mehr als 900 Menschen rein. Die Züge sollen auch häufiger in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen, zum Beispiel auf der Strecke Stuttgart-Hamburg über Mannheim, Frankfurt und Köln. Außerdem ist eine neue internationale Verbindung von Frankfurt über Heidelberg und Stuttgart nach Innsbruck und weiter nach Wien geplant.

Baden-Württemberg

Neuerungen seit Sonntag ÖPNV und Fernverkehr in Baden-Württemberg: Das bringt der Fahrplanwechsel

Im ÖPNV in Baden-Württemberg sind mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag neue Verbindungen, Busse und sogar eine U-Bahn an den Start gegangen. Auch Takt und Abfahrtszeiten ändern sich.

Und nicht nur die Deutsche Bahn baut ihre Verbindungen aus, auch der private Bahnanbieter Flixtrain erweitert sein Streckennetz: Die grünen Züge halten nach dem Fahrplanwechsel auch in Rheinland-Pfalz. Ab dann gibt es eine Verbindung von Mainz über Koblenz nach Köln.

Fernzüge, Nahverkehr, Ticketpreise

Fernzüge, Nahverkehr, Ticketpreise DB Fahrplanwechsel - alles Wichtige für Reisende aus RLP

Seit Sonntag gilt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn (DB). Parallel wurde im Nahverkehr das Angebot aktualisiert. Neue Verbindungen, neue Preise, neue Regeln - was Sie wissen müssen.

Die Morningshow SWR3

Preise der Bahn steigen: So können Sie bei Ticket und Bahncard sparen

Der beste Tipp ist: schnell buchen. Wer vor dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember ein Bahnticket bucht, fährt noch zu den alten Preisen. Das Gleiche gilt auch bei den Bahncards: Sie werden teurer, auch die Bahncard 25 und die Bahncard 50 kosten ab 12. Dezember mehr.

Wer über Weihnachten den Zug nehmen will, sollte nicht unbedingt am 23. Dezember fahren. Das ist der reisestärkste Tag des Jahres und dementsprechend teuer. Ausweichen - zum Beispiel auf Heiligabend - spart Geld, am 24. Dezember sind vor allem morgens die Tickets noch relativ günstig. Noch günstiger kann es am ersten Weihnachtsfeiertag werden.

Infektionsschutz im Zug: Wie sicher ist Bahnfahren in der vierten Welle?

Die Deutsche Bahn sagt, Bahnfahren sei auch in der Corona-Pandemie sicher. Das liege auch daran, dass sich fast alle Fahrgäste an die 3G-Regeln halten würden - also jeder Reisende geimpft, genesen oder getestet sei. Außerdem würden die Züge regelmäßig desinfiziert. Zugbegleiter tragen der Bahn zufolge dafür Sorge, dass die Menschen gut in den Zügen verteilt werden. Außerdem würden rund um Weihnachten zusätzliche Züge und Wagen eingesetzt, vor allem auf stark nachgefragten Strecken - zum Beispiel von Stuttgart nach Berlin.

Bezahlbare Alternative für mehr Sicherheit: Reisen in der ersten Klasse

Auch ein Upgrade auf ein Ticket der ersten Klasse kann das Sicherheitsgefühl durch mehr Abstand erhöhen. Mit dem Sparpreis ist die erste Klasse häufig nur wenig teurer als die zweite Klasse.

Ansonsten empfiehlt es sich weiterhin, vor der Buchung auf der Bahn-Homepage oder in der Bahn-App zu schauen, wie stark eine Verbindung ausgelastet ist. Hier können Reisende bereits vor der Buchung sehen, ob schon viele Leute mitfahren, und können sich noch entscheiden, lieber mit einem anderen, weniger nachgefragten Zug zu fahren.

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Tobias Frey