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Die Versicherung will bis Juni alle Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook entschädigt haben. Doch die Hälfte der betroffenen Urlauber hat sich noch nicht gemeldet.

Bundesregierung hilft bei der Schadensregulierung

Da die Haftungssumme für die deutsche Thomas Cook-Tochter pro Geschäftsjahr gesetzlich auf 110 Millionen Euro begrenzt ist, kann die Zurich-Versichererung nach eigenen Angaben nicht für alle geltend gemachten Ansprüche aufkommen. Die Bundesregierung springt ein und sorgt für eine komplette Entschädigung aller Betroffenen, die sich gemeldet haben.

Dauer

Buchungsnummern fehlen oft, Kontonummern sind nicht korrekt

Bis Juni sollen alle manuell zu bearbeitenden Ansprüche geprüft und reguliert werden, erklärte die Zurich. Das Verfahren hat sich nach Angaben der Zurich-Versicherung unter anderem dadurch verzögert, dass die Mitarbeiter bei jedem zehnten Fall Probleme gehabt hätten, eine Buchungsnummer zuzuordnen. In weiteren 35.000 Fällen habe die angegebene Kontonummer nicht gestimmt oder es habe sich herausgestellt, dass Ansprüche doppelt erfasst worden seien.

140.000 Kunden von Pleite im Urlaub überrascht

Die deutsche Thomas Cook war durch die Pleite des britischen Mutterkonzerns ebenfalls in die Krise gerutscht und hatte Ende September 2019 Insolvenz angemeldet. 140.000 Thomas Cook-Kunden wurden von der Pleite mitten im Urlaub überrascht. Sie wurden nach Hause gebracht. Die Zurich-Versicherung zahlte allein dafür 59,6 Millionen Euro.

Gesamtschaden wird auf 290 Millionen Euro geschätzt

Insgesamt waren von der Pleite der deutschen Tochtergesellschaft des britischen Reiseveranstalters 220.000 Kunden betroffen. Der Gesamt-Schaden liegt nach früheren Angaben der Zurich-Versicherung bei fast 290 Millionen Euro. Nach Informationen des Insolvenzverwalters hat die Zurich-Versicherung bislang die Ansprüche von rund 110.000 Thomas Cook-Kunden beglichen.

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