Eltern oder Großeltern betrogen

Whatsapp-Betrug: Enkeltrick via Messengerdienst

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Für den Enkeltrick nutzen Betrüger auch Messengerdienste: Man erhält Nachrichten auf Whatsapp, angeblich von der neuen Handynummer des Kindes, das vermeintlich in Geldnot ist.

"Hallo Mama, mein Telefon hat einen Wasserschaden erlitten. Das ist jetzt meine vorübergehende Nummer." Wer unverhofft so eine Nachricht über den Messengerdienst Whatsapp erhält, sollte hellhörig werden. Diese Nachricht ist Teil der neusten Variante des Enkeltricks und soll dem Empfänger unter Vorgabe falscher Tatsachen Geld aus der Tasche locken.

Das Logo der Messenger-App WhatsApp ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Martin Gerten/dpa)
Auch über Soziale Medien wie WhatsApp versuchen Betrüger, Eltern, Großeltern oder Freunde um ihr Geld zu bringen. picture alliance / Martin Gerten/dpa

Hinter diesen Delikten stecken hochprofessionelle Banden, die auch sehr arbeitsteilig vorgehen, weiß die Polizei. Das Ziel ist immer, das Vertrauen zu erschleichen, um dann einen größeren Bargeldbetrag oder eine Überweisung zu bekommen.

So funktioniert der Enkeltrick auf Whatsapp:

  • Die Betrüger geben sich in den Whatsapp-Nachrichten als Enkel, Sohn oder Tochter aus.
  • Es wird eine Geschichte erfunden, warum der Absender eine neue Telefonnummer hat.
  • Mit Smalltalk wird versucht, das Vertrauen der anderen Person zu gewinnen.
  • Kurz darauf folgt in der Regel die Bitte nach Geld im drei- oder vierstelligen Bereich aufgrund eines Notfalls. 
  • Besonders auffällig: Betrüger bestehen in vielen Fällen auf einer Überweisung in Echtzeit. Oftmals schieben sie Gründe vor wie etwa, dass auf dem neuen Smartphone noch kein Onlinebanking funktioniere.
Enkeltrick-Abzocke über Whatsapp (Foto: SWR)
Immer mehr Menschen, vor allem auch ältere, nutzen den Messengerdienst Whatsapp. Das haben auch Trickbetrüger erkannt.

Was passiert mit dem Geld?

Wurde eine Überweisung getätigt, wird es schwierig für den Betrogenen, selbst wenn er die Polizei einschaltet. Trotz Kontonummer ist die Nachverfolgung eines bereits überwiesenen Betrags kaum möglich. In der Regel wird das überwiesene Geld vom ersten Konto sofort mehrfach weiter transferiert, um den Weg zu verschleiern. Und nicht selten landet das ergaunerte Geld schließlich im Ausland. Auch die echten Inhaber der Handynummern lassen sich kaum ermitteln.

Whatsapp-Betrugsmasche vorab erkennen und richtig handeln

Darum rät die Polizei, wenn Nachrichten von unbekannten Nummern kommen, immer bei der richtigen, bekannten Nummer anzurufen und sich zu versichern, ob die Anfrage wirklich von der bekannten Person kommt. Eltern, Großeltern oder Freunde sollten nicht einfach glauben, was in diesen Nachrichten behauptet wird. Denn sobald das Geld überwiesen ist, ist es nicht mehr zurückzuholen.

So sollten Sie vorgehen:

  • Speichern Sie die vermeintlich neue Nummer nicht direkt.
  • Fragen Sie unter der bekannten, alten Nummer nach, ob es eine neue Nummer gibt.
  • Bei Unsicherheit: Rufen Sie die unbekannte, neue Nummer und/oder die alte Nummer an.
  • Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Falls Geld bereits überwiesen wurde, nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Bank auf.
  • Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.
  • Sichern Sie die Telefonnummer und den Chatverlauf mit Screenshots.

Tipp für das Whatsapp-Profil:

Das Whatsapp-Profil-Bild nur für die eigenen Kontakte freigeben, damit man nicht von Betrügern über das Profilbild vom Alter her als passende Zielgruppe eingeordnet werden kann. Das geht so: In den Whatsapp-Einstellungen unter Account/Datenschutz bei Profilbild "meine Kontakte" aktivieren.

Weitere Informationen: Verbraucherzentrale

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