Thermogramm eines Wohnhauses. Rechts eine Skala mit verschieden Farbabstufungen, die Auskunft über die jeweilige Temperatur des abgebildeten Objektes geben (Archivbild von 2005). (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/ dpa | Fotoreport Roger Hensel)

Klima-Check bereits ab 30 Euro

Service: Richtig Heizen und Dämmen fürs Klima - wie geht das?

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Überschwemmungen und Waldbrände: Angesichts der aktuellen Klima-Krise fragen sich viele, was sie selbst dafür tun können, klimaschonender zu leben. Etwa in den eigenen vier Wänden.

Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchen immer mehr Energie zum Wohnen. Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt hat. Allen Bemühungen um mehr Effizienz zum Trotz ist demnach der Energieverbrauch privater Haushalte weiter angestiegen, und zwar um rund 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2018. Im Vergleich zum Jahr 2012 lag der Mehrverbrauch im Jahr 2019 sogar bei um die zehn Prozent.

Heizen verbraucht am meisten Energie

Den größten Anteil am Energieverbrauch hat mit mehr als zwei Dritteln das Heizen. Und genau hier liegt auch der Grund für den Anstieg des Verbrauchs: Je weniger Menschen nämlich in einem Haushalt leben, desto höher ist deren Energieverbrauch pro Kopf. Und weil es in Deutschland immer mehr kleine Haushalte gibt, steigt somit auch der Gesamtenergieverbrauch in Deutschland.

Energieberater bieten Klima-Check bereits ab 30 Euro an

Ideen, um den Trend zu höherem Energieverbrauch umzukehren gibt es aktuell viele. Etwa eine Energieberatung – eine Art Klima-Check – um Hausbesitzerinnen und Wohnungseigentümer für einen künftig besseren und verantwortungsvolleren Umgang mit Energie zu sensibilisieren.

Denn dies muss keinen Verzicht auf Komfort bedeuten, wirbt etwa die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg für ihr entsprechendes Angebot. Aber auch zahlreiche freie, zertifizierte Energieberater, Bauingenieure oder Architekten bieten einen solchen Service an. Das Landesumweltministerium hat die entsprechenden Angebote im Land aufgelistet.

Und da das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aktuell bis zu 80 Prozent der eigentlichen Kosten einer solchen Energieberatung übernimmt, gibt es eine solche Energieberatung bereits für 30 Euro.  

Auf Fördervoraussetzungen achten

Die Voraussetzungen dafür, dass eine Energieberatung staatlich gefördert wird, sind recht niedrig. Auf drei Punkte kommt es dabei an:

  • Das Haus muss in der Bundesrepublik Deutschland stehen.
  • Es muss mindestens zehn Jahr alt sein, d.h. der entsprechende Bauantrag oder die Bauanzeige für das Wohngebäude müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens zehn Jahre zurückliegen.
  • Und die Immobilie sollte überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden.

Sparpotenzial für sich und die Umwelt ergründen

Das Ziel einer Energieberatung ist es dann aufzuzeigen, wie der Energieverbrauch einer Immobilie gesenkt werden kann. Dazu sehen sich die Energieberater das Haus oder die Wohnung genau an, nehmen den aktuellen Zustand unter die Lupe und erstellen dann eine Vorschlagsliste. Diese umfasst - je nach Bedarf und Budget - eine komplette oder auch nur schrittweise Sanierung. Jedenfalls sollte am Ende ein genau aufeinander abgestimmter individueller Sanierungsfahrplan entstehen, so dass BMWi.

Hauseigentümer sollen so in die Lage versetzt werden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Energieverbrauch dauerhaft zu senken. Der Energieberater weiß zudem über staatliche Förderprogramme Bescheid, die den Einzelnen beim energetischen Sanieren finanziell unterstützen.

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