Studie zur Zukunft des Einkaufens

Hybrides Shopping – der stationäre Handel wird immer digitaler

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AUTOR/IN
Michael Herr
REDAKTEUR/IN
Tamara Land

Personalisierte Shoppingangebote per Smartphone abrufen – während man im Ladengeschäft ist: Einer neuen Studie zufolge werden solche Services immer wichtiger.

SWR2 Geld, Markt, Meinung Das Einkaufen der Zukunft

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Das Smartphone ist schon heute für viele ein wichtiger Begleiter beim Einkaufen. Viele suchen im Netz nach Vergleichspreisen für das Produkt, das sie im Laden in der Hand halten. Die Bedeutung des Smartphones könnte beim Shoppen in Zukunft allerdings weiter zulegen. Das legt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Yougov im Auftrag des Software- und Beratungsunternehmens Comarch nahe, die dem SWR vorliegt.

Das Smartphone wird beim Shoppen immer wichtiger

Vor allem junge Menschen laden sich Smartphone-Anwendungen verschiedener Geschäfte auf ihr Telefon. Viele davon möchten der Umfrage zufolge zusätzliche Echtzeit-Angebote nutzen und sich beispielsweise den Weg zum gewünschten Produkt weisen lassen. 36 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren gaben an, dass sie solche Navigationsanwendungen gern nutzen würden. Zum Vergleich: Im Schnitt aller Altersgruppen äußerten nur 24 Prozent diesen Wunsch.

Auch bei Treueprogrammen für Kunden gewinnt das Smartphone an Bedeutung. 38 Prozent der Befragten weisen sich als Teilnehmer solcher Programme – statt mit einer Plastikkarte – lieber mit dem Smartphone aus. 2016 lag der Wert noch bei drei Prozent. Die Zunahme dürfte zu wesentlichen Teilen allerdings auch dem Umstand geschuldet sein, dass viele Unternehmen solche Apps erst in den vergangenen Jahren aufgelegt haben.

Bonusprogramm? Gerne! – Personalisierte Angebote? Lieber nicht!

70 Prozent der Befragten gaben an, an mindestens einem Treueprogramm teilzunehmen. Der Wert ist seit der letzten Befragung stabil. Allerdings scheint die Mehrheit sehr skeptisch zu sein, was speziell auf den jeweiligen Kunden zugeschnittene Bonusprogramme anbelangt. Bei diesen Programmen gewähren Kunden den Unternehmen Einblicke in ihre persönlichen Daten und ihr Kaufverhalten – und erhalten im Gegenzug personalisierte Angebote. Nur gut ein Drittel der Befragten hat Interesse an diesem Konzept „Daten gegen Services“. Der Wert ist in den vier Jahren seit der letzten Befragung sogar leicht gesunken.

Stationärer Handel sollte durch digitale Services ergänzt werden

Auch wenn der Onlinehandel durch die Corona-Krise einen weiteren Bedeutungsschub erhalten hat, bleiben Ladengeschäfte laut der Studie für viele Menschen wichtig. 37 Prozent gaben an, dass Hilfe und Beratung durch die Mitarbeitenden ein wichtiger Grund dafür seien, ein Ladengeschäft immer wieder aufzusuchen. 56 Prozent der Befragten schätzen, dass sie Produkte dort direkt ansehen und anfassen können.

Die Auftraggeber der Untersuchung leiten aus diesen Erkenntnissen ab, dass das Ladengeschäft auch in Zukunft eine Rolle spielen wird. Allerdings müssten die Händler und Händlerinnen versuchen, ihrer Kundschaft auch im Laden immer mehr digitale Services anzubieten.

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