Brennnesseln und andere grüne Pflanzenteile schwimmen in zwei grünen Plastikeimern in Wasser. Dünger wie Brennnesseljauche kann man leicht selber machen. (Foto: SWR)

Gesunde Pflanzen ohne Chemie

Dünger selbst machen aus Küchen- und Gartenabfällen

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Brennnesseljauche, Kompost, Mulch und Kaffeesatz: So kann man aus Küchen- oder Gartenabfällen ganz einfach Dünger selbst machen.

Tipp 1: Brennnesseljauche selbst machen

Aus sämtlichen unerwünschten Beikräutern, die im Beet wuchern, lässt sich ganz leicht nährstoffreiche Jauche herstellen. Besonders geeignet sind Gundermann, Giersch und Brennnessel, da sie besonders viel Stickstoff enthalten.

Brennnesseln wachsen an einem Zaun. Brennnesseljauche kann man leicht selber machen - sie enthält viel Stickstoff. (Foto: SWR)
Brennnesseln eignen sich besonders gut für selbst gemachten Flüssigdünger.

Man mischt die klein geschnittenen Kräuter im Verhältnis 1:10 mit Wasser: ein Kilo Grünzeug, 10 Liter Wasser. Diese Mischung lässt man, luftdurchlässig abgedeckt, etwa eine bis zwei Wochen stehen. Täglich umrühren. Wenn keine Blasen mehr aufsteigen, ist die Jauche fertig. Tipp: Gegen den Gestank hilft Steinmehl - einfach eine Handvoll unterrühren.

Durchsieben (die Pflanzenreste kompostieren oder als Mulch aufs Beet ausbringen) und im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und damit die Pflanzen düngen. Achtung: Nicht für Erbsen, Möhren, Knoblauch und Zwiebeln verwenden. Diesen Pflanzen ist die Jauche zu stickstoffhaltig. Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten freuen sich dafür umso mehr darüber.

Tipp 2 für den größeren Garten: Kompost anlegen und pflegen

Wer einen großen Garten hat, sammelt Garten- und Küchenabfälle am besten das ganze Jahr über in einem Kompost. Lesen Sie hier, wie ein Kompost angelegt und gepflegt wird:

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Tipp 3: Mulchen mit Grünschnitt und Co.

Für größere Gärten lohnt sich ein Gartenhäcksler. Damit kann Grünschnitt einfach zerkleinert werden. Das gehäckselte Material bringt man im Beet um die Pflanzen herum als Mulch aus. Das hat zwei Vorteile: Die Pflanzenteile werden von Kleinstlebewesen schnell zersetzt und geben ihre Nährstoffe an den Untergrund ab. Zweitens schützt die Mulchschicht die Erde und verhindert, dass das Wasser zu schnell verdunstet.

Schalen und Abschnitte von Obst und Gemüse liegen auf einer Holzplatte: Küchenabfälle sind als Mulch ausgelegt der perfekte Dünger (Foto: Colourbox)
Obst- und Gemüseabfälle kann man kleingeschnitten direkt zum Düngen verwenden.

Tipp 4: Mit Obst- und Gemüseresten mulchen

Balkonpflanzen in Kübeln und Kästen lassen sich auch ohne Kompost und Häcksler einfach mit Küchenabfällen düngen. Obst- und Gemüseschalen und -abschnitte werden dafür ganz klein geschnitten und auf die Balkonkästen und -Töpfe verteilt. Denn auch in den Gefäßen tun Kleinstlebewesen ihre Arbeit und zersetzen das organische Material. Und die Pflanzen erhalten so wertvollen Dünger.

Tipp 5: Flüssigdünger dank Bokashi

Mit einem Bokashi-Eimer kann aus Obst- und Gemüseresten, Kaffeesatz oder altem Brot ein natürliches Düngemittel für Pflanzen hergestellt werden. Was genau es mit Bokashi auf sich hat, erfahren Sie hier:

Tipp 6: Kaffeesatz und Teeblätter als Dünger

Kaffeesatz und abgebrühte Teeblätter landen häufig im Müll - dabei stecken sie voller Nährstoffe und eignen sich bestens als Dünger. Dafür wird das Material einfach auf den Wurzelbereich aufgestreut und leicht eingearbeitet - das geht auch bei Topfpflanzen.

Zusatz-Tipp: Kaffeesatz als Hausmittel gegen Schnecken

Auf die Erde aufgestreut sind Kaffeepulver und Kaffeesatz außerdem ein Hausmittel gegen Schnecken. Dafür muss der Kaffeesatz allerdings trocken sein. Die Schnecken kriechen ungern über das Pulver. Sind die Schnecken aber sehr hungrig und/oder sehr zahlreich, hilft diese Barriere nur bedingt. Auch wenn es drauf regnet, ist der Schutz schnell dahin.

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