Digitaler Impfpass (Foto: SWR)

Coronavirus und die Folgen

So bekommen Sie den digitalen Corona-Impfausweis

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Der digitale Corona-Impfnachweis soll ab Montag verfügbar sein, unter anderem in Apotheken, allerdings nicht überall. Wir haben Wissenswertes für Geimpfte und alle, die auf einen Termin warten, zusammengestellt.

Lange angekündigt, jetzt ist es da: das digitale Corona-Impfzertifikat, das neben Corona-Impfungen auch überstandene Corona-Erkrankungen und negative Corona-Tests bestätigen soll.

Wer künftig geimpft wird, soll den digitalen Nachweis direkt beim Arzt oder im Impfzentrum bekommen. Allerdings werde die Einführung Schritt für Schritt erfolgen, warnte Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Praxen und Impfzentren werden sukzessive an das neue System angeschlossen, es sei also nicht gewährleistet, dass jeder, der in den nächsten Tagen die Zweitimpfung erhält, auch das Zertifikat sofort bekommt. Bis zum ersten Juli soll die Einführung allerdings abgeschlossen sein.

So kommen bereits Geimpfte an das digitale Corona-Impfzertifikat

Wer bereits geimpft ist, kann sich das Zertifikat nachträglich erstellen lassen. Das soll in Arztpraxen, Impfzentren und Apotheken möglich sein. Impfzentren sollen den Nachweis automatisch per Post versenden, Geimpfte müssen selbst nichts dafür tun. Wie lange das dauern wird, ist allerdings unklar. Ärztevertreter hatten im Vorfeld bereits gewarnt, dass sie nicht die Kapazitäten haben, nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen. Der Weg über die Apotheken dürfte somit der einfachste sein.

Die Apotheken sollen am Montag, den 14. Juni, damit beginnen, die digitalen Impfnachweise auszustellen. Bei vielen könnte sich der Start aber noch um einige Tage verzögern.

Welche Apotheken den Nachweis ausstellen, darüber will der Deutsche Apothekenverband demnächst online informieren.

Ist die eigene Apotheke dabei, legt man dort den gelben Impfausweis und den Personalausweis vor. Die Apotheke prüft beides und erzeugt mit einer Software einen sogenannten QR-Code, den digitalen Impfnachweis.

So funktioniert das digitale Corona-Impfzertifikat - auch europaweit

Der Pass soll ähnlich funktionieren wie das Vorzeigen eines digitalen Tickets in der Bahn oder bei einem Konzert über einen QR-Code auf dem Handy. Dieser Code wird dann zum Beispiel beim Reisen an der Grenze oder auch beim Kino- oder Frisör-Besuch beim Einlass gescannt. Die Technik überprüft den Code und wenn er gültig ist, wird die Vorzeigende Person eingelassen.

Der QR-Code soll von allen 27 EU-Staaten und ihren Nachbarländern Island, Norwegen und Liechtenstein gescannt und gelesen werden können. Das Ziel der Anwendung ist es, Reisen zu erleichtern und gleichzeitig das Risiko zu minimieren, dass Urlauber das Virus einschleppen. Die EU-Kommission hat eine Schnittstelle eingerichtet, über die alle Zertifikat-Signaturen EU-weit überprüft werden können und die ab 1. Juli einsatzbereit sein soll.

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Grüne EU-Abgeordnete: "Das Impfzertifikat ist datensicher"

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