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Größer, breiter, dünner! Das Angebot bei Fernsehern ist gewaltig. Aber welcher Typ ist für meine Wohnung richtig? Welche technische Ausstattung brauche ich jetzt und in Zukunft?

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
21:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Erstmal Maß nehmen: Zu groß ist auch nicht gut

Zunächst mal muss man sich entscheiden, wie groß das Gerät überhaupt sein soll. Also erstmal das alte Modell ausmessen. Wenn der neue Fernseher an eine andere Stelle in der Wohnung soll – oder wenn man eine andere Größe haben möchte – gibt es einen einfachen Tipp: Einfach einen Pappkarton in der TV-Zoll-Größe ausschneiden und in die geplante Fernsehecke stellen. Dadurch sieht man sehr gut, ob die Relationen stimmen oder die Wunsch-Größe zu viel Platz einnimmt.

Familie packt großen TV aus einem Karton im Wohnzimmer. (Foto: SWR, PNG 17.12.19 Der perfekte Fernseher)
Famile Wähler-Huber sieht gern fern. Ihre Geräte werden immer größer. PNG 17.12.19 Der perfekte Fernseher

Vorsicht Falle: Im Geschäft wirken Fernseher kleiner

Durch extrem große Bildschirme im Fachhandel wirken mittlere TV-Monitore im Geschäft automatisch kleiner. Deshalb sollte man sich beim Kauf nicht von dem Gefühl irritieren lassen, die eigene ausgemessene Größe sei zu mickrig. In einem Verkaufsraum mit hohen Decken ist die Perspektive natürlich anders als im eigenen Wohnzimmer.

Vorsicht TV-Fachchinesisch: Nicht jede zusätzliche Technik ist ihr Geld wert

Durch viele Buchstaben-Abkürzungen, die auf Fernsehern prangen, verliert der Technik-Laie schnell den Überblick. Hier die wichtigsten Abkürzungen:

OLED oder LED: Soll man dreimal so viel für die OLED-Bildschirmqualität ausgeben oder reicht LED? LEDs sind Leuchtdioden auf die Farbschichten gelegt werden. OLEDs sind "organische" Leuchtdioden, die von Natur aus schon drei Farben haben. Deshalb sind OLED-Bildschirme kontrastreicher und flacher. Die Firma Samsung hat eine erweiterte LED-Qualität im Angebot: QLED. Sie soll OLED-ähnlich sein.

Für Nachrichten,TV-Shows reicht LED-Qualität - für Kinofilme ist OLED schöner!

HD oder UHD: HD ist eine Bildschirm-Auflösung von zwei Millionen Pixel, Ultra-HD über acht Millionen Pixel. Das Bild ist bei Ultra-HD schärfer. Das fällt aber nur auf, wenn man sehr nah ran geht. Wichtig zu wissen ist dabei auch, dass die wenigsten Fernsehsender und Streamingdienste derzeit in UHD senden.

Fast nur bei Bezahlportalen (Sky, Netflix etc.) ist UHD derzeit überhaupt sichtbar!

Familie Wähler-Huber testet mit Masken blind den Sound der TV-Modelle. (Foto: SWR, PNG 17.12 Der perfekte Fernseher)
Familie Wähler-Huber testet mit Masken blind den Sound der TV-Modelle. PNG 17.12 Der perfekte Fernseher

Unser Praxischeck zu Hause

Familie Wähler-Huber im Südschwarzwald probiert drei TV-Modelle aus:

  • Der 2000 Euro-Luxus: Ein 65-Zoll (165 cm) Samsung-TV, Bildschirmqualität QELD, Auflösung UHD, Gaming-Modus für Sport-Video-Spiele.
  • Die 1200 Euro-Mittelklasse: Ein 65-Zoll Modell von Sony, Bildschirmqualität LED, Auflösung UHD, Sony wirbt mit hoher Klang-Qualität.
  • Das 600 Euro Schnäppchen: Ein 65-Zoll Modell von OK (Eigenmarke von Saturn), Bildschirmqualität LED, Auflösung UHD.
Patrick und Tim Huber prüfen kritisch die Bildqualität beim Video-Fußballspiel.  (Foto: SWR, PNG 17.12.  Der perfekte Fernseher)
Patrick und Tim Huber prüfen kritisch die Bildqualität beim Video-Fußballspiel. PNG 17.12. Der perfekte Fernseher

Beim Sender-Suchen und der Bedienung schnitt bei Familie Wähler-Huber der Samsung-TV am besten ab. Dabei spielte auch praktische Sprachsteuerung des Menüs eine große Rolle. Auf den zweiten Platz kam bei diesen Kriterien das Sony-Modell. Beim Sound-Check (mit verbundenen Augen) liegt das günstige Modell von OK vorne. Keinen Favoriten hat die Familie bei der Bildqualität. Erst als die Spielkonsole angeschlossen wird, entscheiden sich die beiden E-Gamer für das teure Samsung-Gerät.

Im Sportstudio siegt der TV mit preiswerter LED-Qualität

Bei einem Check der Bildqualität in einem Fitness-Studio wissen die neun Studio-Besucher nicht, welche Modelle in welcher Preisklasse sie vergleichen. Hier ist das Urteil eindeutig: Sieben Sportler stimmen für den mittelpreisigen Sony-Fernseher. Das teure und das günstige Gerät dagegen liegen mit drei und zwei Stimmen erstaunlich nah beieinander.

Fitness-Studio-Besucher schauen prüfend auf einen Bildschirm. (Foto: SWR, PNG 17.12.19 Der perfekte Fernseher)
Im einem Stuttgarter Fitnessstudio prüfen Teilnehmerinnen vom Zumba-Kurs die Bildschirmqualität. PNG 17.12.19 Der perfekte Fernseher

Am Ende gewinnt das teure Modell – aber knapp

Familie Wähler-Huber schwankt am Ende zwischen dem teuren (2000 Euro) und dem mittelpreisigen Gerät (1200 Euro), wählt dann doch die Luxus-Technik. Entscheidend für die 800 Euro mehr sei die einfache Bedienung mit der Sprachsteuerung. Tina Wähler meint, da sich die Familie insgesamt nicht ganz so gut mit Technik auskennt, mache es die Menüführung einfacher. Außerdem hatten die beiden Jungs – die E-Gamer der Familie – sehr für das Spiele-freundliche Gerät plädiert.

Fazit: Auch das Sony- und das OK-Modell konnten vom Preis-Leistungs-Verhältnis unsere Test-Familie überzeugen. Bei der TV-Wahl kommt es sehr auf individuelle Bedürfnisse und das Budget an.

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