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Aufgrund der Corona-Pandemie konnte man sich bei leichten Atemwegsinfekten zeitweise telefonisch krankschreiben lassen. Ab Anfang Juni gilt diese Sonderregelung nicht mehr.

Die Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben die Vorgaben für eine Krankschreibung erweitert: Neu neben der längeren Dauer von bis zu maximal 14 Tagen ist, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht mit dem Coronavirus besteht. Voraussetzung ist aber immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt.

14 Tage nur noch in zwei "Raten": Bis zum 20. April konnte man sich telefonisch gleich bis zu zwei Wochen krankschreiben lassen. Das ist jetzt nicht mehr möglich: Eine "telefonische" Arbeitsunfähigkeit kann maximal für sieben Tage ausgestellt werden. Bei einer fortdauernder Erkrankung kann sie aber einmal verlängert werden kann. Es ändert sich also nichts an dem Zeitraum von 14 Tagen, den man für eine AU nicht in die Praxis muss.

Patienten sollen nicht mehr extra in die Praxis kommen

Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit in die Praxis kommen. So soll auch das Risiko für eine Ausbreitung des Virus reduziert werden. Bereits seit dem 10.3.2020 durften Ärzte nach telefonischer Rücksprache eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes für bis zu sieben Tage ausstellen.

Arzt informiert über Test und schickt Überweisung per Post

Sollte bei einem Patienten mit Infektionsverdacht eine Labor-Untersuchung (nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts) erforderlich sein, wird der Arzt ihn dann darüber informieren, wo er sich testen lassen kann. In einigen Regionen benötigen Patienten für diese Untersuchung eine Überweisung. In diesen Fällen schickt der Arzt die Überweisung dem Patienten per Post zu.

Wenn sich die Beschwerden verschlimmern, muss ein Arzt aufgesucht werden

Der Arzt muss den Patienten am Telefon bei einer Krankschreibung darauf hinweisen, dass er unverzüglich einen Arzt aufsuchen muss, falls es ihm gesundheitlich schlechter geht. Dafür muss sich der Betroffene vorher aber auf jeden Fall telefonisch anmelden. Er darf nicht einfach unangemeldet in eine Praxis gehen.

Bei dieser neuen Regelung zur telefonischen Krankschreibung, die jetzt vorerst bis zum 4. Mai verlängert wurde, entscheiden Krankenkassen und Ärzte zeitnah, ob sie verlängert oder eventuell sogar noch ausgeweitet werden muss.

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