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Kunden kaufen vereinzelt wieder verstärkt Hygieneartikel wie Toilettenpapier. Hamsterkäufe seien das aber nicht, sagt der Handelsverband Lebensmittel.

Hamsterkäufe wie zum Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr gibt es bislang nicht, betont der Handelsverband Lebensmittel. Trotzdem kann es lokal vorkommen, dass einzelne Produkte nicht mehr in den Regalen stehen. So merken zum Beispiel die Discounter Aldi Süd und Lidl, dass die Kunden unter anderem Toilettenpapier und andere Hygieneartikel wieder mehr kaufen.

Andere Handelsketten wie Rewe, Edeka und Kaufland teilen dagegen mit, dass sie keine erhöhte Nachfrage erkennen können. Der Handelsverband Lebensmittel schließt auf jeden Fall Engpässe aus. Es gebe von allem genug.

Wie genau die Supermärkte im Einzelnen auf eine zweite Corona-Welle vorbereitet sind, hänge vor allem daran, wie der jeweilige Marktleiter rationiert, wie viel er bestellt und auch wie viel Platz er zum Lagern hat. Grundsätzlich sei die Versorgung gesichert und falls eine bestimmte Marke vergriffen sein sollte, könnten Kunden immer noch auf eine andere Marke zurückgreifen oder in einem anderen Supermarkt fündig werden.

Auch im Frühjahr keine Versorgungsengpässe

Die Versorgung war nach offiziellen Angaben auch zum Ausbruch der Corona-Pandemie gesichert. Das Problem war demnach, dass die Kunden die Regale so schnell leer gekauft hätten, dass die Mitarbeiter mit dem Nachfüllen der Regale nicht hinterherkamen. Gerade bei einer großen Packung Toilettenpapier, die viel Fläche einnimmt, sei das Regal schnell leer gewesen.

Außerdem habe der Lagerplatz bei manchen Märkten nicht ausgereicht, so der Handelsverband. Deshalb mussten Märkte und Kunden teils auf die nächste Lieferung warten. Der beste Tipp ist deshalb, nicht zu hamstern. Denn dann läuft alles reibungslos wie immer. Für Nachschub sei immer gesorgt.

Checkliste vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz während Corona weniger sinnvoll

Viele Einkäufer haben sich zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr an einer Checkliste des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe orientiert. Diese Vorrats-Liste ist allerdings für den Katastrophenfall gedacht – also bei Sturm, Hochwasser und wenn ein Ort von der Außenwelt abgeschnitten ist. Bei einem Katastrophenfall wird vorausgesetzt, dass es keinen Strom und kein Wasser gibt.

Das trifft auf die Corona-Krise nicht zu. Wasser, Trinkwasser und Strom wird es weiterhin geben und der Einzelhandel beteuert, dass Lebensmittel nicht knapp werden. Selbst bei einer Quarantäne gibt es Nachbarschaftshilfe oder Freunde und Verwandte, die bei Bedarf Lebensmittel vor die Tür stellen.corona-

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