Eine Frau arbeitet im Homeoffice am Wohnzimmertisch (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Daniel Naupold)

Contra: Freiwillige Absprachen besser

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Ich habe nichts dagegen, wenn Arbeitgeber und Mitarbeitende gemeinsam Homeoffice absprechen, so wie es für beide Seiten passt – aber eine Pflicht geht mir zu weit.

Ich glaube, niemand kann abstreiten, dass es im Homeoffice Reibungsverluste gibt: Probleme mit dem Internet, der Handyempfang ist nicht ideal oder der Computer ist morgens erstmal durch Updates lahmgelegt – vor allem bei denen, die mal im Büro und mal zu Hause arbeiten.

Mancher Homeoffice-Effekt lässt sich ausgleichen, aber nicht alles. Jetzt kann man darüber streiten, wann das wirklich den laufenden Betrieb gefährdet. Aber am Ende haben nur die Verantwortlichen im Unternehmen den Gesamtüberblick – und deswegen müssen sie auch das letzte Wort haben, was geht und was nicht.
Und zwar ohne die Bürokratie, konkrete Probleme in jedem Einzelfall dokumentieren und dabei Fristen einhalten zu müssen.
Viele Firmen haben zurzeit anderes zu tun. Zum Beispiel Wirtschaftshilfen hinterherlaufen, Kurzarbeit managen oder Lieferschwierigkeiten ausgleichen.
Und man sollte auch nicht vergessen: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben ein ureigenes Interesse daran, dass Ihre Mitarbeitenden gesund bleiben. Wenn nicht, hilft wohl eh nur ein Jobwechsel.

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