Rossmann-Filiale (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Marktcheck checkt Rossmann

Ist der Drogeriemarkt Rossmann wirklich besser als dm und Müller?

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Rossmann ist der zweitgrößte Drogeriemarkt in Deutschland - hinter dm. Marktcheck hat sich die Produkte genauer angeschaut. Wie gut ist die Qualität und der Preis der Rossmann-Produkte?

Rossmann schafft es bei den Verbrauchern sein Image aufrecht zu erhalten, er sei der günstigste Drogeriemarkt. Doch eine Marktcheck-Preisstichprobe mit 40 gleichen Produkten zeigt: Rossmann, Müller und dm sind preislich fast gleich. Die Qualität der Produkte beurteilen Kunden und ein Schadstoff-Labor für uns.

➡️ Check 1: Die Ideenweltprodukte

Bei Rossmann bekommt man neben den klassischen Drogerieprodukten in der Ideenwelt auch Haushaltsartikel, Kleidung und Freizeitgegenstände.

Produkte von Rossmann aus der Ideenwelt (Foto: SWR)
Getestete Rossmannprodukte aus der Ideenwelt.

Die Produkte lassen wir in der Uni Wuppertal untersuchen. Manuel Löwer und sein Team sind Experten für Sicherheit und Produktqualität. Sie werden die Ideenwelt Produkte auf Herz und Nieren untersuchen.

Prüfzeichen und Bedienungsanleitungen machen einen guten Eindruck. Sie sind ausführlicher als in dem Preissegment erwartet.

"Die Gebrauchsanleitung weist alle Merkmale auf, die wir für eine CE-Konformität brauchen. Zusätzlich sind die Produkte auch noch mit dem GS-Siegel verknüpft. Das heißt hier ist nochmal zusätzlich eine extra Sicherheitsprüfung durchgeführt worden."

Vier Produkte haben sich die Experten genauer angesehen:

Strandmuschel mit unzureichendem Lichtschutzfaktor?

Die Strandmuschel macht einen guten ersten Eindruck bei der Verarbeitung. Manuel Löwer bemängelt, dass durch Ventilationslöcher ein geringerer Sonnenschutz gegeben sei. Und den soll die Strandmuschel schließlich bieten. Immerhin ist ein Lichtschutzfaktor von 40 angegeben. Doch bereits bei den Netzen an der Seite fällt viel zu viel Licht durch, zeigt der Labortest. Eine direkte Vorgabe, welchen Schutzfaktor eine Strandmuschel einhalten sollte, gibt es zwar nicht. Aber wenn der Sonnenschutzfaktor angegeben wird, muss er auch stimmen.

Experten checken Strandmuschel (Foto: SWR)
Experten testen die Strandmuschel.
Milchaufschäumer - Träume statt Schäume?

Der Milchaufschäumer besteht den Funktionstest. Allerdings kommt er in den Kundenbewertungen schlecht weg - denn nach einer gewissen Nutzungsdauer schäumt nichts mehr. Die Experten vermuten, dass Motor und Heizspirale zu nah aneinander liegen und der Motor überhitzen könnte. Manuel Löwer ergänzt: "Man merkt der Elektronikgestaltung deutlich den Preis des Geräts an." 

Milchschäumer von Rossmann (Foto: SWR)
Milchaufschäumer im Test.
Reisefön - im Hitzetest

Die Wärmebildkamera zeigt, dass der Haartrockner sehr heiß wird. Manuel Löwer sagt: "Wir haben da Temperaturen, die liegen teilweise um die 120 Grad. Das ist schon relativ warm. Aber selbst im Dauertest konnten wir nicht feststellen, dass es da zu irgendwelchen gefährlichen Entwicklungen kam, dass der Kunststoff sich verformt hat."

Waffeleisen - helle und dunkle Seite

Auch das Waffeleisen wird sehr heiß. Das zeigt sich im Labor. 70 Grad zeigt die Wärmebildkamera - und das am Drehregler. Dazu zeigt ein Backtest: Die Waffeln werden nicht gleichmäßig braun.

Experte Dr. Tim Katzwinkel sagt: "Und wir sehen, dass die Waffel eine viel hellere Unterseite hat als die Oberseite." Beim Aufschrauben stellen die Experten fest, dass im Waffeleisen oben und unten ein unterschiedlich starker Hitzeschutz eingebaut ist. Deswegen wird der Drehregler auch so heiß und die untere Waffelhälfte bleibt etwas heller. Zudem löst sich schon nach wenigen Nutzungen die Beschichtung. Zum Glück ist das nicht gesundheitsschädlich. Dennoch: das Waffeleisen fällt eindeutig durch.

Waffeleisen auf Wärmebildkamera (Foto: SWR)
Eine Wärmebildkamera misst die Temperaturen am Rossmann-Waffeleisen.

Fazit: Mangelhafte Qualität

Im Labor sieht das Ergebnis ernüchternd aus:

"Ich befürchte, dass viele der Produkte eben die Garantiezeit nicht überleben werden bei einer häufigen Nutzung. Und wenn man sie wenig nutzt, kann man sie sich natürlich hinstellen und dann werden sie ihren Dienst mit Sicherheit verrichten. In den ersten 24 Monaten."

Auch in Sachen Nachhaltigkeit fällt Manuel Löwer ein vernichtendes Urteil: "Für wen lohnt sich die Ideenwelt - Für die Umwelt auf jeden Fall nicht."

Was sagt Rossmann dazu? 

Ein Interview möchte uns das Unternehmen nicht geben, aber man antwortet schriftlich: 

"Unsere Produkte der Eigenmarke Ideenwelt unterliegen sowohl den gesetzlichen als auch zum Teil darüberhinausgehenden Qualitätsvorgaben. Unabhängige Institute [...] prüfen unsere Artikel auf Qualität, gesetzliche Vorgaben und dies auch mithilfe von Langzeittests."

➡️ Check 2: Rossmann-Eigenmarke

Jeder vierte verkaufte Artikel bei Rossmann ist inzwischen eine Eigenmarke. Und die sind insbesondere eines: Günstiger als Markenprodukte. Egal ob Putzmittel, Duschbad oder Naturkosmetik: Markenprodukte kosten bis zu vier Mal mehr! Wie kann das sein? Das wollen wir von Dr. Johannes Berentzen wissen, Unternehmensberater und Experte für Eigenmarken:

"Das ist im Wesentlichen deshalb möglich, weil dort auf Innovationen und auch auf Werbegelder im Wesentlichen verzichtet wird. Und was wir aus Gesprächen mit Herstellern wissen, ist, dass bei den Preiseinstiegsmarken auch zum Teil günstigere Rezepturen und auch günstige Verpackungen eingesetzt werden. Und so lässt sich auch mit den Eigenmarken sowohl für den Händler als auch für die Hersteller noch Geld verdienen."

Dr. Johannes Berentzen ergänzt: „Die Eigenmarke hat wesentliche Vorteile aus Sicht des Händlers: Es gibt sie halt nur dort zu kaufen. Und wenn ich es schaffe, dort Fans für mich zu gewinnen, dann habe ich nicht nur Fans von dieser Eigenmarke, sondern auch Fans von meinem Geschäft."

Eigenmarken von Rossmann (Foto: SWR)
Jedes vierte verkaufte Produkt bei Rossmann ist eine Eigenmarke.

Wo und wie werden die Eigenmarken hergestellt?

Wir fragen beim Kundenservice von Rossmann nach, doch wir bekommen keine Antwort. Auf den Produkten steht nur hergestellt in Deutschland, manchmal auch in der EU - mehr nicht Wir fragen einige Hersteller von Handelsmarken an, doch keiner von ihnen bestätigt uns, für Rossmann zu produzieren. Man würde keine Kundennamen herausgeben heißt es. Warum gibt es so ein Geheimnis um die Herstellung der Eigenmarken? Berentzen erklärt dazu:

"Aus meiner Sicht hat das drei Gründe. Der erste Grund ist, dass in den großen Eigenmarken wie Isana von Rossmann oder Balea von dm, sehr viele Hersteller die Produktion von den Produkten übernehmen, also das heißt die Sonnencreme oder die Fußpflege oder auch die Haarshampoos kommen. Von unterschiedlichen Herstellern. Der zweite Grund ist, dass die Hersteller auch innerhalb der Produkte regelmäßig wechseln. Das heißt, viele werden alle zwei bis drei Jahre ausgeschrieben. Und dann kann es sein, dass in dem gleichen Produkt ein Hersteller mal nicht zum Zuge kommt und ein anderer Hersteller dieses Produkt in der Eigenmarke produziert. Und der dritte Grund ist, dass bestimmte Eigenmarken auch von bekannten Markenherstellern produziert werden. Und die haben nicht unbedingt ein großes Interesse daran, dass das offengelegt wird, weil schnell beim Kunden auch der Eindruck entsteht, das ist das gleiche Produkt im anderen Gewand."

Fazit: Kundenbindung durch Eigenmarke

Wo die Eigenmarken hergestellt werden, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Doch Fakt ist: Sie überzeugen die Kunden.

➡️ Check 3: Qualität

In der Nähe von Münster befindet sich das Schadstoffgedächtnis der Bundesrepublik. In riesigen Stickstofftanks lagern Blut-, Urin und Muttermilchproben aus den vergangenen 40 Jahren. Bei -190 Grad Celsius. Toxikologin Marike Kolossa vom Umweltbundesamt forscht an der Frage, wie sich die Belastung der Bevölkerung mit Umweltchemikalien über die Jahre verändert:

"Wir können in jedem Menschen, sagen wir mal locker 300 bis 400-, verschiedene Chemikalien nachweisen, die physiologisch definitiv nicht in den Körper reingehören."

Labor (Foto: SWR)
Im Prüf- und Forschungsinstitut in Pirmasens kontrollieren Chemiker die Drogerieartikel.

Seit Jahren setzt sie sich dafür ein, dass bedenkliche Stoffe verboten werden und die Chemikalienbelastung in der Bevölkerung dadurch abnimmt. Zur Zeit in ihrem Fokus – perflourierte Substanzen, kurz PFAS. Laut einer aktuellen Studie aus den USA wurden in fast allen Kosmetikprodukten solche PFAS gefunden. Sie reichern sich im Körper an, es braucht Jahrzehnte bis sie sich abbauen. Und von den 4.700 PFAS sind erst wenige auf mögliche gesundheitliche Gefahren für den Menschen untersucht.

Die perflourierten Substanzen, die man näher untersucht hat, stellten sich als nachweislich schädlich heraus.

"Diese perfluorierten Stoffe wirken in sehr, sehr niedrigen Konzentrationen. Die wichtigste Wirkung, dessentwegen wir auch im Moment regulieren, ist eine Verminderung der Immunantwort bei bestimmten Impfungen, wie zum Beispiel gegen Grippe oder Diphtherie oder Tetanus."

Stecken die Schadstoffe auch in den Eigenmarken-Produkten unserer Drogerien?

Wir kaufen ein: Shampoo, Sonnencreme, Rasiergel und Foundation sowie Liquid Lipstick - Hinweise auf PFAS finden wir nicht auf den Verpackungen. Kein Wunder: Die perflourierten Substanzen müssen bei den Inhaltsstoffen nicht angegeben werden. Ob in unseren Produkten diese Stoffe stecken, kann nur ein Labor herausfinden. Wir schicken die Stichproben nach Pirmasens. Im Prüf- und Forschungsinstitut kümmern sich nun die Chemiker um die Drogerieartikel. Sie nehmen Proben der Produkte. Werden sie perflourierte Stoffe finden?

Eine Woche dauert die Untersuchung. Im Labor lassen wir auf die 14 am häufigsten eingesetzten perflourierten Substanzen untersuchen. Hat die Industrie einen anderen Stoff der riesigen Produktgruppe verwendet, so lässt sich das mit dem aktuellen Forschungsstand noch nicht feststellen.

Ines Anderie, die Leiterin der analytischen Chemie, hat eine erfreuliche Nachricht: "Die Kosmetikprodukte die wir im Rahmen ihrer Studie untersucht haben waren alle frei von den von uns untersuchten Substanzen. Da konnten wir also nichts finden."

"Ich denke es ist ein gutes Ergebnis für die Verbraucher, denn die Substanzen die wir untersucht haben sind die, die standardmäßig eingesetzt werden. Und alles andere würde die Industrie nicht verwenden, weil die nicht zu bekommen oder zu teuer sind."

Fazit: Kein PFAS aber andere schädliche Stoffe möglich

Auch wenn in unseren Testprodukten keine PFAS stecken - vor anderen Inhaltsstoffen muss man sich in Acht nehmen. Besonders wenn sie auf der Haut bleiben.

"Kosmetika enthalten eine ganze Reihe unterschiedlicher Stoffe. Das können endokrine Disruptoren sein, also Stoffe die das Hormonsystem stören, das können allergieauslösende Duftstoffe sein. Das können Stoffe sein, die die Durchlässigkeit der Haut erhöhen. Dann haben wir häufig Biozide oder Konservierungsmittel in Kosmetika, die auch häufig allergieauslösend sind, die wir dann im Körper messen können."

Deshalb Kosmetikprodukte nicht auf der Haut lassen, sondern vor dem Schlafen entfernen. Das gilt auch für Sonnencreme.

Wer auf Nummer Sicher gehen will: Scan-Apps wie ToxFox und Codecheck helfen Schadstoffe zu identifizieren. In sechs der von uns gecheckten Produkte finden wir bedenklichen Inhalte.

➡️ Check 4: Preis

Zahlen Rossmannkunden weniger als die von dm und Müller? Das testen Sonja, Raquel und Chantal für uns. Alle drei haben ihre Lieblingsdrogerie. Sonja kauft nur bei Rossmann ein. Raquel ist Stammkundin bei Müller. Und zum Schluss Chantal - für sie kommt nur dm in die Tüte. Wo ist es am günstigsten?

Das wollen wir herausfinden und geben ihnen eine Einkaufsliste mit zwölf Alltagsprodukten. Jede kauft in ihrem Lieblingsmarkt ein. Alle kaufen das gleiche. In ihren Einkaufskörben: Eigenmarken und Markenprodukte. Wir rechnen zusammen: Rossmann ist 5 Cent günstiger als dm. Und am günstigsten ist Müller - aber nur 1 Cent. Viel Unterschied gibt es nicht. Wir vergrößern daher unseren Einkauf von 12 auf 40 Produkte. Wie sind jetzt die Preisunterschiede?

Preistest der Drogerien (Foto: SWR)
Unsere Testerinnen machen den Check: Bei welcher Drogerie ist der Einkauf am günstigsten?

Fazit: Unterschiede sind minimal

Müller bleibt auch hier zwar am günstigsten. Aber Rossmann und dm sind beide nur 38 Cent teurer. Alles in allem sind die Unterschiede minimal.

➡️ Check 5: Image

Konsumexpertin Carmen Schenkel aus Köln hat dazu geforscht, wie Verbraucher Rossmann, dm und Müller wahrnehmen. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis - dafür steht Rossmann und das nehmen auch Kunden wahr. Doch der Wohlfühlfaktor fehlt. Das hat Rossmann erkannt. Die Kette baut seit 2014 seine alten engen Filialen nach und nach um. Großräumiger und heller sollen sie werden.

"Das ist sehr, sehr spannend, das Thema Enge. Und da sieht man eben, dass man auf dem Weg ist, und zwar nur auf einem guten Weg. Denn eng ist ja natürlich ein Attribut, was gerade, wenn es um das Thema Wohlfühlen geht, jetzt nicht so positiv besetzt ist."

Warum nehmen Kunden Rossmann als günstiger wahr?

Carmen Schenkels Studien zeigen ganz klar: die Leute halten Rossmann für günstiger als die anderen Drogerien. Obwohl unser Preischeck gezeigt hat, dass die Drogerien fast gleichauf liegen.

Carmen Schenkel sagt: "Das macht Rossmann eben sehr gut. Das ist Kommunikation. Rossmann stellt das so weit nach vorne und sie spielen immer wieder mit den Angeboten. [...] Und deshalb glaube ich auch, dass ich da immer den günstigsten Preis bekomme."

Rossmann setzt auf Angebotsheftchen. In den "Angebotswochen" werden jede Menge Produkte reduziert. Darunter viele Markenprodukte. Und es gibt die Rossmann-App, mit der Kunden regelmäßig zehn Prozent Rabatt bekommen.

Carmen Schenkel sagt dazu: "Prozente sind Legitimierer: Ich habe ja schon so viel, und eigentlich sollte ich mich nicht mit zu vielen Dingen belasten. Aber wenn ich sehe, dass es ein Schnäppchen gibt, dann ist sozusagen meine Rationalisierung oder die Grenze, die ich selber ziehe, dahin."

Fazit: Günstig aber ungemütlich

Fazit beim Image: Rossmann schafft es, von den Kunden als besonders günstig wahrgenommen zu werden. Beim Wohlfühlfaktor ist in vielen Filialen allerdings noch Luft nach oben.

➡️ Check 6: Fairness – wie ist Rossmann als Arbeitgeber? 

Rund 34.000 Mitarbeiter hat der Drogerie-Riese. Trotzdem ist Rossmann nicht Mitglied im Arbeitgeberverband, die Bezahlung seiner Mitarbeiter daher nicht tarifgebunden. Das Unternehmen erklärt auf Nachfrage von Marktcheck jedoch, Tariflohn zu zahlen. 

Wir fragen bei der Gewerkschaft nach. Dort verweist man darauf, dass man sich derzeit in Verhandlungen mit Rossmann befinden würde. Unter anderem wegen des Tariflohns, und diese nicht gefährden wolle. Daher könne man derzeit kein Interview geben.

Laut Recherchen der SWR Redaktion Report Mainz aus dem Jahr 2016, arbeiteten in den  Filialen auch Mitarbeiter, die nicht direkt bei Rossmann angestellt waren, sondern über das Unternehmen promota.de, das damals zu 49 Prozent Rossmann gehörte.

Die Mitarbeiter seien schlechter vergütet worden und hätten unbezahlte Überstunden leisten müssen. Rossmann hatte die Vorwürfe damals bestritten und darauf verwiesen, dass die Mitarbeiter korrekt bezahlt würden.

Und wie sieht es heute aus? Werden Mitarbeiter von promota.de noch immer bei Rossmann beschäftigt? Ein aktueller Handelsregisterauszug zeigt: Der Drogerieriese hält immer noch 49 Prozent der Anteile an Promota.de.

Mitarbeiter bei Rossmann (Foto: SWR)
Wie fair behandelt Rossmann seine Mitarbeiter? (Bildmaterial von 2016 aus SWR Report Mainz).

Wir machen ein Wohnheim im Nordhessen ausfindig. Hier in Hülsa bei Homberg Efze sollen Mitarbeiter von promota.de untergebracht sein. Vor dem Wohnheim stehen zahlreiche Autos mit polnischen Kennzeichen. Drehen können wir niemanden. Eine Frau erzählt uns: Sie zahle 155 Euro im Monat für ein Zimmer dort, arbeite bei Amazon. Im Gebäude würden auch Arbeiter wohnen, die bei Rossmann im Zentrallager eingesetzt seien. Zu den Arbeitsbedingungen und der Vergütung will sie uns nichts sagen. Also fragen wir bei Rossmann nach, warum werden parallel Mitarbeiter der Firma promota.de beschäftigt? Rossmann antwortet:

"Über 90 Prozent der Arbeit in unseren Filialen wird von festangestellten Mitarbeitern übernommen. [...] Die Einbindung von Dienstleistern hilft in Zeiten saisonaler Spitzen – die sich zum Beispiel im Oster- oder Weihnachtsgeschäft sowie in den Sommermonaten ergeben – für Verlässlichkeit gegenüber unseren Mitarbeitern und Kunden zu sorgen."

Fazit: Wenig transparent

Die eigenen Mitarbeiter werden laut Rossmann nach Tarif bezahlt. Wie es um die Bedingungen der Mitarbeiter von promota.de aussieht konnten wir nicht herausfinden. Hier will sich Rossmann offensichtlich nicht in die Karten schauen lassen.

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