MARKTCHECK checkt Mustang Jeans mit Pferdestärke?

Topmarken im Südwesten

Hohenloher Schnaps - damit fing alles an: Mustang aus Künzelsau wurde zum ersten Jeanshersteller in Europa. Doch wie trendy ist Mustang heute und wie gut ist die Jeans-Qualität?

Man hält Mustang-Firmenschild (Foto: SWR, SWR -)
SWR -

Mustang. Eine Marke die fast jeder kennt und mit Jeans verbindet. Das Pferd als Markenzeichen erinnert an Western, Cowboys und Amerika. Aber: Die Marke kommt aus Künzelsau hier im Südwesten. Und was auch kaum einer weiß: Mustang war die erste Jeans made in Germany.

Gegründet wurde die Firma als Familienunternehmen. Als US-Soldaten nach dem Krieg die robusten Arbeiterhosen nach Europa bringen, wittert Mustang-Gründer Albert Sefranek seine Chance. Im Gegenzug für sechs Pullen Schnaps kann er den GIs Jeans abschwatzen. Sie werden zur Vorlage für die ersten Hosen der Firma. Er nennt sie Mustang, ganz amerikanisch. Doch wie steht die Traditionsmarke heute da? Und wie gut ist die Qualität der Mustang Jeans? Welche Rolle spielt die Marke beim Jeanskauf? Wie nachhaltig und fair lässt Mustang produzieren? Das alles prüfen wir mit drei Marktcheckern: 

  • Marketingexperte Prof. Markus Voeth, Universität Hohenheim
  • Textilwissenschaftler Prof. Dr. Lutz Vossebein, Textillabor Hochschule Niederrhein
  • Bekleidungsindustrie-Experte Bernd Hinzmann, Kampagne für Saubere Kleidung

 

Fazit unserer Marktchecker insgesamt 

  • Image: Mustang ist als Jeansmarke bekannt, vor allem bei den Älteren. Die Marke ist allerdings in einigen großen Läden noch zu wenig präsent.
  • Design: Mit dem Design der Hosen liegt Mustang im Trend. Der Hersteller setzt auf klassische Modelle, weniger auf die Nischen. Das hat Potential.
  • Qualität: Im Labor kann die Mustang Jeans nicht ganz überzeugen, die meisten Konkurrenten aber genauso wenig.
  • Fairness: Mustang lässt anscheinend auch in einer Fabrik produzieren, die gegen Arbeitsvorschriften verstößt. Das passt nicht zum eigenen Anspruch der Marke.
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