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Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt (Foto: SWR)

Der Lössboden ist eine wichtige Ressource für Landwirtschaft und Natur, wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe mitteilte. Was macht den Lössboden so besonders?

Der Lössboden bedeckt etwa zehn Prozent der Erdoberfläche und ist vor allem in den gemäßigten Klimazonen verbreitet. Entstanden ist er in der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete, er ist hellgelb und besteht überwiegend aus Schluff. Schluff hat die Konsistenz von Staub – feiner als Sand aber fester als Ton. Der Lössboden ist also sehr fein und er hat viele Poren – so kann er Wasser besonders gut speichern.

Lössboden als Wasserfilter

Der Raum zwischen den einzelnen Schluff-Partikeln ist aber so groß, dass das Wasser auch gut geleitet werden kann – auch aus tieferen Erdschichten nach oben, wie bei einem Filterpapier. So geraten Pflanzen, die nicht so tief wurzeln nicht so schnell in Trockenstress. Deshalb werden auf Lössboden auch besonders gerne Pflanzen angebaut, die viel Wasser brauchen etwa die Zuckerrübe. Aber auch so ziemlich alles andere wächst dort gut, denn der Lössboden ist ausgesprochen fruchtbar und zudem leicht zu bearbeiten.

Fein wie Staub

Doch wie immer gibt es ein „Aber“. Lössboden ist empfindlich. Er ist recht locker und kann vom Wind leicht weggetragen werden. Ebenso schnell lässt er sich von Wasser wegschwemmen. Der beste Schutz ist eine ganzjährige Pflanzendecke, so dass der Boden von den Wurzeln gehalten werden kann.

Zum Tag des Bodens

Der Boden des Jahres wird jährlich vom Kuratorium Boden des Jahres gekürt. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe präsentiert ihn gemeinsam mit dem Kuratorium zum Internationalen Tag des Bodens. Mit der auch vom Umweltbundesamt geförderten Auszeichnung sollen die Wahrnehmung und der Schutz des Bodens als wichtige natürliche Lebensgrundlage verbessert werden.

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