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Mit Bluthochdruck ist nicht zu spaßen. Deshalb sollten Betroffene regelmäßig ihre Werte checken. Doch nicht jedes Messgerät für zu Hause ist hilfreich.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Im Alltag muss das Gerät einfach und schnell funktionieren

Für Marktcheck prüften vier Senioren einer Stuttgarter Wohngemeinschaft sechs Blutdruckmessgeräte unterschiedlicher Preisklassen und von verschiedenen Herstellern. Sie sollten schauen, wie sie mit den Anleitungen und der Handhabung der Geräte zurecht kommen. Die drei Geräte fürs Handgelenk kosten zwischen 13 und 40 Euro. Die drei Messgeräte für den Oberarm kosten 30 bis 80 Euro.

Wie nah kommen die Blutdruckmessgeräte der Profi-Technik?

An der Uniklinik Mannheim wurde stichprobenartig die Messgenauigkeit der Geräte untersucht. An verschiedenen Testpersonen wurden dazu mit den sechs Blutdruckmessgeräten mehrere Messungen durchgeführt. Jeweils direkt im Anschluss hat ein Mediziner mit einem Profi-Gerät die Werte ermittelt und dann im Vergleich die Abweichung bestimmt.

Welches Blutdruckmessgerät am Handgelenk im Test überzeugt

Auswertung Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk

Das Blutdruckmessgerät von Visomat kostet 25.95 Euro. Es wird am Handgelenk befestigt. (Foto: SWR, Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test)
Platz 1: Das Blutdruckmessgerät von Visomat war bei der Stichprobe der Sieger. Die Messgenauigkeit war beim Check in der Uniklinik Mannheim sehr gut. Außerdem kam die Farbskala zur Einschätzung der Ergebnisse bei den Testpersonen gut an. Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test Bild in Detailansicht öffnen
Platz 2: Das Blutdruckmessgerät von Sanitas kam wegen der einfachen Bedienung und Ergebnis-Farbskala bei den Testern gut an. Bei der Messgenauigkeit wich es aber in der Uniklinik Mannheim bei einer Testperson deutlich ab. Der Hersteller beruft sich auf eigene Prüfungen. Diese würden eine Standardabweichung von maximal +/- 8 Millimeter Quecksilbersäule sowohl für den unteren als auch für den oberen Blutdruckwert belegen. (Bei unserer Stichprobe lag die Abweichung bei 10 Millimetern.) Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test Bild in Detailansicht öffnen
Platz 3: Das Blutdruckmessgerät von Braun ordnet die Messwerte nicht auf einer Farbskala ein, das gefiel den Testpersonen nicht. An der Uniklinik Mannheim gab es aber ein "sehr gut" für die Messgenauigkeit. Allerdings: Eine Testerin erhielt immer wieder Fehlermeldungen und konnte die Manschette nicht fest genug zuziehen. Der Vertreiber des Braun-Geräts vermutet einen Anwenderfehler. Außerdem gab es Probleme beim Ausschalten des Geräts. So ging es mehrfach beim Einpacken wieder an. Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test Bild in Detailansicht öffnen

Welches Blutdruckmessgerät am Oberarm im Test überzeugt

Auswertung Blutdruckmessgeräte für den Oberarm

Das Blutdruckmessgerät von der Firma Aponorm kostet 79,22 Euro. Damit war es im Test das teuerste Gerät aber auch das beste. (Foto: SWR, Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test)
Platz 1: Das Blutdruckmessgerät von Aponorm war im Check das teuerste, aber auch das beste Modell. Es sind verschiedene Manschetten für den Oberarm erhältlich. Es gibt viele Zusatzfeatures. Außerdem gefiel den Testern die Farbskala und der PC-Anschluss. Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test Bild in Detailansicht öffnen
Platz 2: Beim Preis-Leistungsverhältnis schnitt Omron in der Kategorie Oberarm-Bluttdruckmessgeräte am besten ab. Den Testern gefiel die gute Anleitung und die flexible Manschette, die für Oberarme mit einem Umfang von 22 bis 42 Zentimeter geeignet ist. Minuspunkte gab es für die Farbskala, die nur grünes oder oranges Licht neben den Messergebnissen anzeigt. Omron wurde – genau wie das deutlich teurere Apron-Gerät – von der Uniklinik Mannheim mit "sehr gut" bei der Messgenauigkeit bewertet. Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test Bild in Detailansicht öffnen
Platz 3: Das Blutdruckmessgerät von Medisana bekam in der Stichprobe eine gute Bewertung von den Testpersonen. Besonders der Piepton, der den Puls hörbar macht, überzeugte. Beim Test der Messgenauigkeit an der Uniklinik Mannheim bekam das sehr preisgünstige Modell ein "gut". Marktcheck-Beitrag am 10.03. Blutdruckmessgeräte im Test Bild in Detailansicht öffnen

"Die Oberarm-Messgeräte haben gewisse Vorteile. Auch den Vorteil, dass der Oberarm in der Regel schon auf Herzhöhe ist, wie es sein sollte. (..) Wenn man das Handgelenk nur ganz normal auf den Tisch legt, dann ist das zu tief. Also da muss sich die Manschette auf Herzhöhe befinden, damit die Werte korrekt sind."

Prof. Bernhard Krämer, Hypertensiologie Universitätsklinikum Mannheim

Drei Tipps zum richtigen Messen:

  1. Fünf Minuten vor der ersten Messung entspannt sitzen - ohne Fernsehschauen oder Sprechen.
  2. Immer im Sitzen messen - am besten angelehnt mit den Beinen entspannt auf dem Boden.
  3. Im Minutenabstand drei Messungen durchführen. Es gilt der Mittelwert der beiden letzten Messungen, die erste Messung wird gestrichen.
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22:00 Uhr
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