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Meistens findet man im Supermarkt nur ein bis zwei Birnensorten, Quitten fehlen sogar meist komplett. Dabei sind die Früchte lecker, vielseitig, gesund – und heimisch.

Wenige Birnensorten im Supermarkt

Wer im Supermarkt Birnen kauft, stößt meistens nur auf wenige Sorten – "Abate Fetel" und "Conference" zum Beispiel sind häufig dabei. Das begrenzte Angebot verschleiert, dass es tatsächlich tausende Birnensorten gibt, mit sehr unterschiedlichen Vorzügen und einem breiten Aromenspektrum. Im Handel sind Birnen jedoch nicht sehr beliebt, da sich viele Sorten schlecht lagern lassen. In die Läden kommen deshalb besser lagerfähige Sorten, die aber nicht unbedingt die geschmackvollsten sind.

Tafel-, Koch- und Mostbirnen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Tafel-, Koch- und Mostbirnen. Tafelbirnen können direkt roh gegessen werden, Kochbirnen schmecken roh nicht, man muss sie vor dem Verzehr kochen. Auch Mostbirnen schmecken roh nicht, sie hinterlassen durch enthaltene Gerbstoffe ein pelziges Gefühl im Mund, ähnlich wie Schlehen. Sie werden für die Most- und Obstweinherstellung verwendet.

Birnen und Quitten (Foto: Colourbox)
Birnen sind empfindlich und deshalb im Handel eher unbeliebt.

Die Erntesaison von Tafelbirnen reicht von Juli bis in den Januar: Man unterscheidet zwischen Sommer-, Herbst- und Winterbirnen. Übrigens: Birnen sind nicht selbstbefruchtend. Wenn Sie planen, Birnen im Garten anzubauen, brauchen Sie entweder zwei Bäume oder es steht schon einer in direkter Nähe im Nachbargarten. Die müssen dann nur noch gleichzeitig blühen, um die Befruchtung zu gewährleisten.

Wie gesund sind Birnen?

Birnen haben weniger Fruchtsäure und etwas mehr Fruchtzucker als Äpfel und schmecken dadurch süßer. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ungesünder sind – im Gegenteil. Der enthaltene Fruchtzucker lässt den Blutzucker langsam steigen und sinken. Dadurch werden Heißhungerattacken verhindert. Ein hoher Gehalt an Ballaststoffen sorgt zusätzlich dafür, dass Birnen sättigend wirken.

Durch den geringen Fruchtsäuregehalt sind Birnen außerdem sehr verträglich und eignen sich zum Beispiel gut für Babynahrung.

Birnen und Quitten (Foto: Colourbox)
Birnen sind - wie Äpfel - sehr gesund.

Birnen enthalten zwar weniger Vitamin C als Äpfel, sind dafür aber reich an Mineralstoffen und B-Vitaminen. Vom unter anderem für Schwangere wichtigen B-Vitamin Folsäure enthalten Birnen etwa drei Mal so viel wie Äpfel. Die meisten Nährstoffe sitzen übrigens, wie beim Apfel, direkt unter der Schale. Die Früchte sollte man also nach Möglichkeit nicht schälen und dafür ist es wiederum wichtig, dass sie nicht gespritzt wurden.

Birnen – auch nach dem Kochen noch gesund

Birnen lassen sich auch sehr kreativ in der Küche einsetzen. Das Vitamin C geht zwar beim Kochen weitgehend verloren, davon enthalten Birnen aber sowieso nicht so viel und generell ist es meistens für uns kein Problem, genug Vitamin C über die Nahrung aufzunehmen. B-Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe überleben das Erhitzen. Hier finden Sie Inspiration:

Quitten: Unterschätzte Geschmacksbomben

Unter den Obstsorten fristen Quitten eine Art Schattendasein, im Supermarkt sind sie kaum erhältlich. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die allermeisten Sorten nicht roh verzehrbar sind, man muss sie erst kochen, damit sie genießbar werden. Dann wird es aber umso leckerer.

Birnen und Quitten (Foto: Colourbox)
Ungekocht sind Quitten herb und holzig. Erst gekocht werden sie zur Delikatesse.

Wer Quitten kaufen möchte, findet sie oft auf Wochenmärkten. Menschen mit Quittenbäumen haben außerdem häufig zu viele Früchte und geben gerne welche ab. Ein Tipp: Auf der Seite Mundraub.org verzeichnen User öffentliches Obst, also Stellen, wo man kostenlos pflücken kann, da die Früchte niemandem, beziehungsweise allen, gehören.

Wie gesund sind Quitten?

Quitten enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor. Neben Vitamin A sind sie außerdem Lieferanten für das B-Vitamin Folsäure bilden viel Vitamin C.

Quitten werden schon seit der Antike als Heilpflanzen genutzt. Auch in Kosmetikprodukten werden sie wegen ihrer reizlindernden und entzündungshemmenden Wirkung eingesetzt.

Quitte gut für Verdauung, gegen Gicht und Arteriosklerose

Die enthaltenen Ballast-, Gerb- und Schleimstoffe haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Quercetin und Pektin wirken antioxidativ gegen freie Radikale. Auch bei Gicht und Arteriosklerose sollen Gerbsäuren und Vitamin A der Quitten helfen.

Birnen und Quitten (Foto: Colourbox)
Quitten gelten seit der Antike als Heilpflanzen.

Die reizlindernden und entzündungshemmenden Schleimstoffe machen die Quitte außerdem für die Kosmetikindustrie interessant.

Quitten in der Küche

Quitten duften herrlich, schmecken aber ungekocht herb und holzig. Erst nach dem Kochen werden sie richtig lecker – dann entfalten sie aber ein wunderbares, zitroniges Aroma. Sie lassen sich sowohl im Dessertbereich als auch in herzhaften Gerichten einsetzen. Hier in paar Anregungen:

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