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Betrügerische Jobportale im Netz werben unter anderem mit dem Namen „Marktcheck“. Jobsuchende sollten vorsichtig sein: Wer den Betrügern auf den Leim geht, verliert oft viel Geld.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Während der aktuellen Corona-Pandemie sind viele Jobs weggefallen, zum Beispiel in der Gastronomie. Wer jetzt verzweifelt auf der Suche nach Ersatz ist, sollte aufpassen, nicht auf unseriöse Jobanbieter reinzufallen.

So wurde die SWR-Verbrauchersendung Marktcheck beispielsweise auf mehrere Scheinfirmen aufmerksam gemacht, die offenbar vom bekannten Namen der Sendung profitieren wollen: markt-check.expert (mittlerweile nicht mehr erreichbar) ist ein Beispiel, markt-check.club und markt.life weitere.

Im Internet machen die Unternehmen einen seriösen und professionellen Eindruck: es gibt Bilder der Mitarbeiter, man wirbt mit bekannten Marken, darunter sogar der Tagesschau. Man sei die „Nummer eins in Deutschland für Marktforschung“. Wer den Namen googelt, landet leicht bei SWR-Angeboten von Marktcheck und wird dadurch getäuscht.

Betrügerische Jobportale (Foto: SWR)
Ein professonell wirkender Internetauftritt ist noch kein Garant für Seriosität: Der Schein kann trügen, Identitäten können gestohlen sein.

Ganz einfach von zuhause aus viel dazuverdienen

Jobanwärter werden mit vorgeblich einfachen Zuverdienstmöglichkeiten von zuhause aus angelockt. Sie sollen angeblich Apps testen. Als erstes ist die Video-Identifizierungs-App einer Bank dran. Hier soll das Opfer auf eigenen Namen ein Konto eröffnen.

Geschieht dies, haben die Betrüger die Möglichkeit, über dieses Konto Käufe abzuwickeln – das Opfer soll dafür weitere Apps „testen“. Werden über das neue Konto Käufe getätigt, muss das Opfer, auf dessen Namen das Konto läuft, dafür gerade stehen.

Betrügerische Jobportale (Foto: SWR)
Die Portale werben häufig mit prominenten Kunden – unter Umständen alles Fake.

Vorsicht vor unseriösen Jobportalen

Auch die Verbraucherzentrale warnt vor unserösen Jobanbietern. Häufig stecken dahinter Scheinfirmen, die aus dem Ausland operieren. Sie nutzen beispielsweise gestohlene Identitäten und verstecken sich hinter Chiffrenummern oder Postfachadressen. Für die Polizei ist es daher schwierig, die Verantwortlichen hinter diesen Briefkastenfirmen dingfest zu machen.

Jobportale: Hier sollten Sie misstrauisch werden

  • Häufig werben unseriöse Anbieter mit allzu verlockend klingenden Angeboten. Ganz leicht soll praktisch nebenher von zuhause aus viel Geld verdient werden. Vorsicht vor Angeboten, die zu gut klingen.
  • Wie genau das Geld verdient werden soll, wird nur vage oder gar nicht beschrieben.
  • Es wird nicht gesagt, welche Anforderungen der Interessent erfüllen soll.
  • Im Impressum findet sich kein Firmenname sondern nur eine Postfachadresse, Telefonnummer oder Chiffrenummer. Besonders dreiste Betrüger nutzen jedoch auch gestohlene Identitäten, die sie hier angeben.
  • Der Kontakt ist nur über teure Bezahlnummern, wie 0900, möglich.
  • Bevor Sie anfangen können, müssen Sie etwas kaufen – beispielsweise ein Computerprogramm oder Material/Waren, die sie dann angeblich weiterverkaufen sollen. Auch bei angeblichen Anmelde- oder Registrierungsgebüren sollten Sie misstrauisch werden.
  • Sie werden gebeten, persönliche Daten preiszugeben oder auf eigenen Namen Konten zu eröffnen.

So sollten Sie bei Jobportalen vorgehen

  • Unterschreiben Sie nie voreilig einen Vertrag. Lesen Sie sich alles genau durch.
  • Recherchieren Sie zu dem Unternehmen im Internet – möglicherweise gibt es bereits Erfahrungsberichte. Doch Vorsicht: Positive Berichte können auch gefälscht sein.
  • Wenn Sie auf ein betrügerisches Jobunternehmen hereingefallen sind, sollten Sie Strafanzeige stellen – obwohl es die Polizei bei besonders windigen Briefkastenfirmen mit der Strafverfolgung schwer hat.

Hier hat die Verbraucherzentrale Informationen zu Nebenjobs allgemein zusammengestellt und hier zu Angeboten speziell im Internet.

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