STAND
ONLINEFASSUNG
AUTOR/IN

Ausmisten ist für viele Verbraucher ein guter Vorsatz fürs neue Jahr. Rechnungen, Kassenbons und Belege schlummern in Schubladen und Ordnern. Nicht alles muss man jahrelang aufheben.

Für alle privaten Käufe gilt die gesetzliche Gewährleistungsfrist, sie beträgt zwei Jahre. Mindestens so lange sollten alle Kaufverträge oder Kassenbons in der Schublade bleiben. Händler oder Hersteller können darüber hinaus freiwillig eine längere Garantie anbieten, für diese Produkte sollten Belege erst nach dieser Garantiezeit entsorgt werden.

Auf die Garantiezeit achten

Bei Werkzeugen oder Sportgeräten haben Käufer sogar zehn Jahre lang Anspruch auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld, wenn das Produkt fehlerhaft war. Bei teuren Anschaffungen, Auto, Waschmaschine, Fernseher, empfehlen Verbraucherschützer sowieso, alle Unterlagen dauerhaft aufzubewahren.

Das Finanzamt verlangt oft Belege

Für alle Ausgaben, die bei der Steuererklärung geltend gemacht werden, gibt es eine Extrafrist: Hier können die Belege vom Finanzamt vier Jahre lang nachträglich angefordert werden.

Für Handwerkerrechnungen gibt es eine offizielle Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren, so soll Schwarzarbeit bekämpft werden. Wann die Frist jeweils endet, steht in aller Regel auf der Rechnung drauf.

Vorsicht bei Thermopapier

Die Daten auf einem Beleg aus Thermopapier verblassen nach und nach. Besonders schnell geht das, wenn sie in Klarsichthüllen oder Ledermappen gelagert werden. Grund sind Weichmacher und Gerbstoffe. Lieber die Bons in einem dunklen Schuhkarton fern der Heizung aufbewahren. Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte die Belege kopieren oder abfotografieren und gemeinsam mit dem Original ablegen.

Wegen Datenschutz lieber schreddern

Weil Belege oft persönliche Daten enthalten, sollten sie nicht einfach in den Müll geworfen werden. Zerreißen ist gut, Datenschützer empfehlen, Unterlagen immer vor dem Wegwerfen zu schreddern.

Links zum Thema Aufheben und Ausmisten im SWR

STAND
ONLINEFASSUNG
AUTOR/IN