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Teppiche und Teppichböden kann man durch regelmäßige Pflege für längere Zeit vor intensiver Verschmutzung bewahren. MARKTCHECK hat einige Tipps zusammengestellt:

Ein Teppich wird gereinigt. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Die ständige Pflege eines Teppichs sollte man mit einem Bürstsauger machen, wie sie die meisten handelsüblichen Staubsauger als Standardaufsatz haben.

Nur bei empfindlichen Teppichsorten sind glatte Düsen eher zu empfehlen. Sie sind schonender aber weniger wirkungsvoll und eignen sich auch für Teppiche, die nicht gesaugt werden sollen, wie Grobschlingenteppiche aus Wolle und Chemiefaserteppiche, die einen hohen Flor haben. 

Trocken- oder Nassreinigung?

Die nächste Stufe nach dem Staubsaugen ist das Trockenreinigen. Es eignet sich für die Entfernung von Laufstraßen oder von kleinen verschmutzten Flächen.

Man kann sich Geräte ausleihen, die mit einem Pulver arbeiten, das vor der Anwendung aufgestreut wird. Die Reinigung ist einfach und schonend.

Die Geräte sind besonders dort zu empfehlen, wo Teppichboden lose verlegt ist und deshalb zu befürchten ist, dass er bei einer Nassreinigung schrumpft oder Wellen bildet. Die Nassreinigung eignet sich dann, wenn der Teppich großflächig oder stärker verschmutzt ist. Dazu werden meist Sprühextraktionsgeräte angeboten.

Teppichreinigungsgeräte kann man in Baumärkten, Fachgeschäften und auch in Verbrauchermärkten mit den zugehörigen Reinigungsmitteln ausleihen. 

Flecken möglichst vermeiden!

Wenn man auf einem Teppich Flüssigkeit verschüttet hat, sollte man schnellstmöglich ein Tuch nehmen, um die Flüssigkeit aufzusaugen. Was nicht einzieht, muss später auch nicht herausgelöst werden.

Die Nachbehandlung macht man am besten mit einem Shampooniermittel, das mit Wasser verdünnt wird. Nehmen Sie nur Teppichpflegemittel und kein Haarshampoo, Geschirrspülmittel oder Waschmittel, weil dadurch der Teppich besonders schnell wieder verschmutzen kann.

Sofort behandeln!

Flecken im Teppich sollten immer sofort behandelt werden. Sobald die Fasern verfärbt sind, besteht keine Möglichkeit mehr, den Teppich zu reinigen ohne ihn zu beschädigen. Kaffee beispielsweise enthält dunkle Pigmente, die in die Fasern eindringen und dauerhaft einfärben. Durch Bleichen lassen sich Verfärbungen beseitigen, der Teppich verliert an dieser Stelle jedoch ebenfalls seine Farbmuster.

Nicht reiben!

Beim Entfernen von Flecken ist es wichtig, den Schmutz nicht zu verbreiten, sondern herauszuziehen. Der Fleck sollte angelöst werden und die verbleibende Flüssigkeit mit einem Papier- oder Stofftuch ausgesaugt werden, am besten unter Druckbelastung – nicht reiben.

Hartnäckige Flecken

Für Flecken wie beispielsweise Nagellack gibt es Spezialmittel, die meist aus organischen Lösungsmitteln bestehen. Nagellack lässt sich am besten mit Aceton oder normalem Nagellackentferner beseitigen. Achten Sie jedoch auf die Farbechtheit Ihres Teppichs und probieren Sie das Lösemittel zuerst an einer unauffälligen Stelle aus.

Diese Behandlung wird nicht bei allen Fleckenarten erfolgreich sein. Fetthaltige Substanzen oder Stoffe, die nur mit Lösemitteln entfernt werden können, müssen mit entsprechenden Spezialmitteln oder vom Spezialisten behandelt werden.

Wollteppiche wenden

Alterungsspuren bei Berberteppichen aus Wolle lassen sich durch Wenden hinauszögern. Bei einem älteren Wollteppich mit Löchern lohnt sich eine Reparatur meist nicht. Sie können ihn nur noch austauschen. Findet man klebrige Stellen, handelt es sich wahrscheinlich um Ausscheidungen der löcherfressenden Motten. Löst sich der Teppich schon teilweise auf, lohnt sich eine Reinigung nicht mehr.

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