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Macht Brot wirklich dick und ist dunkles Brot gesünder als helles? Und muss man verschimmeltes Brot tatsächlich komplett wegwerfen? Um unser tägliches Brot ranken sich zahlreiche Mythen und Irrtümer. MARKTCHECK-Top 3 hat für Sie die richtigen Antworten.

Ein bisschen Schimmel macht nichts?

schimmeliges Brot (Foto: SWR, SWR -)
Soweit muss es nicht kommen SWR -

Von wegen! Auch wenn man ihn nicht überall gleich sieht, hat er sich meist schon im ganzen Brot vermehrt, denn Schimmel dringt kegelförmig in das Brot ein. Besonders schnell breitet sich Schimmel in geschnittenem Brot aus. Ganze Brote bleiben deutlich länger haltbar.
Um Schimmel zu vermeiden, sollte das Brot möglichst trocken gelagert werden. Zum Beispiel in einem Brotkasten aus Ton. Wird der regelmäßig gereinigt, am besten mit Essig, hat der Schimmel erst gar keine Chance.

Brot macht dick?

Paar debattiert über Brot (Foto: SWR, SWR -)
Macht es nun dick? SWR -

Ein weit verbreiteter Irrtum! Denn: Um die langkettigen Kohlenhydrate, zum Beispiel im Vollkornbrot, aufzuspalten, verbraucht der Körper viel Energie. Außerdem ist Vollkornbrot ballaststoffreich und sättigt langfristig. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel lange konstant aufrecht. Dann kann einem selbst Süßes nicht in Versuchung führen. Brot kann also sogar beim Abnehmen helfen.

Je dunkler, desto besser?

Verschiedene Brotsorten (Foto: SWR, SWR -)
Welches ist echt? SWR -

Falsch! Dunkler heißt nicht automatisch gesünder. Hinter dunklem Brot kann sich auch helles verbergen, das eingefärbt wurde. Dies ist an den Inhaltsstoffen wie Karamellsirup, Malzextrakt oder Zuckerrübensirup zu erkennen. Wie gesund ein Brot ist, hängt in erster Linie vom Vollkornanteil ab. "Echtes" Vollkornbrot muss zu mindestens 90 Prozent aus Vollkorn bestehen. Namen wie "volles Korn" sind also oft nur heiße Luft.

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