STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG

Von Mobbing im Netz über Virusschäden bis Datenklau: Viele Fallstricke im Internet können versichert werden. Nicht für jeden ist das sinnvoll.

Die Pakete der Versicherer können sehr umfangreiche Schäden absichern. Entsprechend variabel sind auch die Preise. Zwischen 50 und 250 Euro im Jahr kostet eine Cyberversicherung für eine Familie. Singles kommen unter Umständen ein bisschen günstiger weg. Einen umfangreichen Überblick über die Leistungen von Cyberversicherungen hat die Stiftung Warentest erstellt.

Audio herunterladen (15,2 MB | MP3)

Leistungspakete oft umfangreich

Ob und welcher Vetrag dem Kunden sein Geld wert ist, muss er selbst entscheiden: Beispiel Cybermobbing: Wer sich gegen verunglimpfende Videos im Netz wehren möchte, muss in der Regel Dienstleister damit beauftragen, die Spuren zu löschen. (Wo Betroffen Hilfe erhalten, erfahren Sie hier.) Die Kosten, die dabei entstehen, werden von mancher Cyberversicherung übernommen. Auch mögliche Anwaltskosten trägt der Versicherer dann teils. Manche Tarife beinhalten sogar, dass das Netz täglich auf Schmähvideos- und Bilder durchsucht wird. Das kann durchaus sinnvoll sein. Denn je früher solche Inhalte entdeckt werden, desto leichter lassen sie sich dauerhaft aus dem Netz nehmen.

"Krankenversicherung" bei Computerviren

Auch bei Datendiebstahl bieten viele Policen Schutz: Wer beispielsweise eine betrügerische Mail nicht erkennt und den beigefügten Link anklickt, kann sich leicht einen Trojaner auf den Rechner laden. Eine Schadsoftware, die die gesamte Festplatte verschlüsselt. Die Drahtzieher fordern dann in der Regel eine Art Lösegeld, um die Daten wieder freizugeben. Erst vor wenigen Wochen ist eine entsprechende Trojaner-Mail-Welle durch Deutschland geschwappt.

Video herunterladen (11,8 MB | MP4)

In einem solchen Fall zahlt die Cyberversicherung einen Dienstleister, der den Rechner säubert und - soweit möglich - die Daten rettet.

Für Vielsurfer mit Kindern unter Umständen sinnvoll

Ob eine solche Versicherung für den Einzelnen sinnvoll ist, hängt vom eigenen Verhalten und der persönlichen Risikobewertung ab: Wer sichere Passwörter benutzt, regelmäßig den Rechner aktualisiert, die Daten sichert und immer die aktuelle Anti-Virus-Software hat, minimiert sein Risiko, Opfer von Datendieben zu werden. In diesem Fall kann eine Versicherung überflüssig sein.

Wer dagegen wenig Ahnung von sozialen Netzwerken, dafür aber Kinder im jugendlichen Alter hat, die viel auf Instagram, Snapchat, oder Tiktok unterwegs sind, für den könnte sich so eine Versicherung lohnen.

Unbedingt abgeklärt werden sollte aber, ob ein entsprechender Schutz nicht schon durch eine andere Versicherung besteht. Manche Rechtschutz- oder Hausratversicherung deckt auch Internetdelikte ab. Vor Abschluss einer Cyberversicherung sollten also die bestehenden Policen unbedingt durchgesehen werden.

Jeder siebte Deutsche hat keinen Schutz Wie finde ich eine gute Haftpflichtversicherung?

Sie ist sinnvoll und kostet nicht viel: Die private Haftpflicht gehört zu den Versicherungen, die man jedem Menschen (ohne Millionenvermögen) ans Herz legen muss.  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

Vorsicht vor Krebsversicherungen

Bei einem Unfall oder einer Krankheit abgesichert zu sein, ist ein gutes Gefühl -| und niemand wird bestreiten, dass Auto- oder Feuerversicherung sinnvoll sind. Doch es gibt auch Angebote, die einen stutzen lassen. So gibt es seit einiger Zeit sogenannte Krebsversicherungen. Was genau sind Krebsversicherungen, wie sinnvoll sind sie, und gibt es Alternativen?  mehr...

Landesschau Baden-Württemberg SWR Fernsehen BW

STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG