Ein Frau sitzt an einem Strand und hält ein Handy ans Ohr. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Daniel Naupold/dpa)

Telefonieren im Urlaub Wie Sie hohe Telefonkosten in den Ferien vermeiden

Wer in den Urlaub fährt, ruft meist zu Hause an, dass er gut angekommen ist. Viele wissen allerdings nicht, ob und welche Kosten ihnen durch das Telefonieren im Ausland entstehen.

Nach Hause telefonieren aus dem Urlaub

Im EU-Ausland nutzen Mobilfunkkunden das EU-Roaming und zahlen genauso viel wie innerhalb Deutschlands. Wer etwa eine Guthabenkarte hat und das Telefonieren im Inland damit neun Cent pro Minute kostet, für den gilt dies auch im Urlaub.

Auch bei einem Vertrag mit Pauschalpreis entstehen keine zusätzlichen Kosten – es sei denn, es geht um Länder außerhalb der Europäischen Union. In diesem Fall kann es durchaus teuere Preisen von ein bis zwei Euro pro Minute.

Die Europäische Union hat auch die Kosten für Nachrichten und Anrufe aus den Mitgliedsstaaten ins EU-Ausland gedeckelt. Seit Mai 2019 gilt: Eine SMS kostet sieben Cent. Ein Anruf kostet 23 Cent pro Minute – egal ob ins Festnetz oder ins Mobilfunknetz. Einen Anruf im Urlaub entgegennehmen kostet übrigens nichts.

Kostenfalle Kreuzfahrtschiffe

Auf Kreuzfahrtschiffen kann Telefonieren teuer werden. Das Smartphone bucht sich ins stärkste Netz ein - und das ist nicht das Netz des Landes, sondern des Kreuzfahrtschiffes. Hier sind richtig teuere Minutenpreise von drei oder vier Euro keine Seltenheit – von Datenkosten ganz zu schweigen.

Es kann aber auch innerhalb Europas teuer werden. Wer etwa bei einer Autofahrt durch ein Land fährt, das nicht zur EU gehört, muss unter anderem beim Navigieren mit dem Handy aufpassen.

Wer etwa Google Maps nutzt und über die Schweiz nach Italien fährt, für den könnte die Datennutzung teuer werden: Die Navigation kann etwa 30 Euro kosten.

Finger tippt innerhalb WhatsApp auf das Anruf-Feld. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa/dpa)
Telefonieren ist auch über Messenger-Dienste möglich – am besten über WLAN. picture alliance / dpa/dpa

Günstig telefonieren und surfen auch außerhalb der EU

Wer in einen Nicht-EU-Staat fährt und regelmäßig telefonieren und surfen will, sollte sich noch zu Hause informieren, welcher Netzanbieter der beste in der Reiseregion ist. Vor Ort sollte er dann die entsprechende Prepaid-Karte kaufen und ins Handy einlegen. Als Datenvolumen reicht in vielen Fällen ein Gigabyte aus.

Wer ein Hotel mit gutem WLAN-Empfang hat, kann auch über Messengerdienste wie WhatsApp oder Skype telefonieren.

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